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Eishockey: Mit dem 3:1-Erfolg in der ausverkauften SAP Arena geht Mannheim in der Viertelfinalserie gegen Berlin mit 3:2 in Führung

Matchbälle für die Adler

Von unserem Redaktionsmitglied Christian Rotter

Mannheimer Jubel: Die Adler feiern Luke Adam (2.v.r.), dem der Treffer zum 1:0 gelang.

© Binder

Adler-Spieler (l.) Mirko Höfflin war bei seinem ersten Play-off-Einsatz in dieser Saison eine Bereicherung.

© Binder

Mannheim. Die Adler sind nur noch einen Sieg vom Halbfinale in der Deutschen Eishockey Liga entfernt. Mit dem 3:1 (0:0, 0:0, 3:1)-Erfolg im fünften Duell mit den Eisbären vor 13 600 Zuschauern in der ausverkauften SAP Arena erkämpfte sich die Mannschaft von Trainer Sean Simpson zwei Matchbälle. Schon am Sonntag (14 Uhr) könnte sie den ersten in Berlin nutzen.

Simpson reagierte auf das 1:6 von Berlin. Im Tor erhielt Drew MacIntyre den Vorzug vor Dennis Endras, in der Verteidigung spielte Niki Goc anstelle von Aaron Johnson, im Sturm absolvierte Mirko Höfflin seine erste Play-off-Partie in dieser Saison, Daniel Sparre blieb nur ein Platz auf der Tribüne. Nach nervösem Beginn riss Mannheim das Spiel an sich. Sinan Akdag zog ab, Ryan MacMurchy verpasste den Abpraller (5.). Im Powerplay streifte Luke Adams Schuss den Außenpfosten, Chad Kolarik drosch den Puck aus der Luft knapp daneben (9.). Die Berliner beschränkten sich zunächst darauf hinten sicher zu stehen, ihre erste Überzahl verpuffte wirkungslos. Brent Raedeke fasste sich beim Konter ein Herz, ein Querpass auf Matthias Plachta wäre auch eine Option gewesen (13.).

Defensive ist Trumpf

Nach der enttäuschenden Partie am Mittwoch hatten die Adler jedenfalls die richtigen Schlüsse gezogen. Wenn sich eine Chance bot, vorne die Eisbären unter Druck zu setzen, ergriffen sie diese; wenn nicht, arbeiteten die Stürmer schnell zurück, die Berliner fanden daher kaum Lücken, tauchten nur selten gefährlich vor MacIntyre auf, der im ersten Drittel nur drei Schüsse parieren musste.

Auch nach der Pause neutralisierten sich beide Teams, keines wollte den ersten Fehler machen. MacMurchy und Chad Kolarik versuchten es, sie stellten Petri Vehanen jedoch vor keine großen Probleme (25.). Anders sah das bei Carlo Colaiacovos Chance aus, am langen Pfosten bekam der Kanadier die Scheibe aber nicht unter Kontrolle (30.). Auch das Glück war nicht auf Mannheimer Seite: Als Denis Reul abzog, konnte Vehanen den Puck nicht festhalten, er fiel vor den Torraum - aber Adam nicht auf die Kelle, sondern in seinen Rücken. Bis er sich um die eigene Achse gedreht hatte, war es zu spät (32.).

Nach vorne wurden die Eisbären weiter nur dann aktiv, wenn sie eine Lücke sahen, was nur selten vorkam, weil die Adler hellwach waren. Nur einmal blieb den Mannheimer Fans in den zweiten 20 Minuten das Herz kurz stehen. Florian Busch hatte sich freigelaufen, MacIntyre war aber auf dem Posten (36.). Da das Adler-Powerplay nicht gewohnt funktionierte - Adam vergab in aussichtsreicher Position (40.) -, blieb es eine Nervenschlacht, das Warten auf den erlösenden ersten Treffer ging weiter.

Die Adler gingen jetzt etwas mehr Risiko. Nach einem Traumpass von David Wolf hatte Brent Raedeke das 1:0 auf dem Schläger, Vehanen zeigte seine ganze Klasse und wehrte mit der Schulter ab (43.). Colaiacovos Hammer traf nur die Maske des Goalies, der nicht zu überwinden schien (44.). Marcus Kinks Versuch war allerdings auch zu halbherzig (45.).

Als sich die ersten Fans bereits fragten, ob es vielleicht ein ganz langer Abend werden - sprich eine Verlängerung geben - würde, tat ihnen Alex Roach den Gefallen, den entscheidenden Fehler zu machen. An der blauen Linie agierte der Eisbären-Verteidiger zu nachlässig, der Puck sprang in die Berliner Zone, Vehanen zögerte, verließ seinen Kasten nicht. Adam bestrafte dieses Zögern, er gewann das Laufduell und jagte die Scheibe zum erlösenden 1:0 ins Netz (46.). Diesmal kassierten die Adler den Ausgleich nicht wieder unmittelbar nach einem Torerfolg, obwohl sie einige heikle Momente zu überstehen hatten. Dann schlug jedoch die Reihe zu, die vor dieser Partie noch reichlich Luft nach oben gehabt hatte. Höfflin, der eine Bereicherung war, legte auf Wolf ab, der den Puck aufs Tor abfeuerte, wo sich Garrett Festerling in Position gelaufen hatte und die Kelle in den Schuss hielt - 2:0 (50.). Die Berliner gaben aber nicht auf. Gegen Nick Petersen war MacIntyre zur Stelle (53.), gegen Julian Talbot aber machtlos (54.).

In der Schlussphase wurde der Krimi auf die Spitze getrieben, in der letzten Minute nahm Eisbären-Trainer Uwe Krupp Vehanen für einen sechsten Feldspieler vom Eis, dieses Risiko wurde nicht belohnt, Colaiacovo machte 44,2 Sekunden vor dem Ende mit dem 3:1 den dritten Adler-Sieg perfekt. Noch einer fehlt zum Halbfinaleinzug - nur noch einer!

© Mannheimer Morgen, Samstag, 18.03.2017
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