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Eishockey: Trainer Sean Simpson freut sich über Tiefe auf der Torhüterposition / Gegen Ingolstadt ohne Richmond und Tardif

Odyssee führt MacIntyre zu den Adlern

Von unserem Redaktionsmitglied Christian Rotter

Dennis Endras hat einen neuen Kollegen bekommen Drew MacIntyre (links) soll den Mannheimer Nummer-eins-Torhüter entlasten.

©  Binder

Mannheim. Am liebsten wäre Drew MacIntyre gar nicht vom Eis gegangen. Als die meisten seiner neuen Teamkollegen gestern nach dem Training bereits in der Kabine verschwunden waren, stand der 33-Jährige noch zwischen den Pfosten. Verteidiger Kevin Maginot und Stürmer Mirko Höfflin versuchten, den Torhüter, den die Mannheimer Adler am Sonntag verpflichtet hatten, aus der Nahdistanz zu überwinden. Selbst nach dieser Extraschicht verharrte MacIntyre kniend auf dem Eis und ließ sich von Torhütertrainer Brian Robinson Tipps geben.

Nachdem der Kanadier die Autogrammwünsche der Fans erfüllt hatte, kehrte er als Letzter in die Katakomben zurück. Er machte einen geschafften, aber doch sehr zufriedenen Eindruck. Schließlich ist er nach einem bislang schwierigen Jahr endlich dort angekommen, wo er schon zu Saisonbeginn sein wollte: in der Deutschen Eishockey Liga.

Schmerzvolles Freezers-Aus

Die Freezers hatten den Linksfänger unter Vertrag genommen, allerdings kam MacIntyre nie in Hamburg an. Zwar wurde dem Mann mit schottischen Vorfahren eine Wohnung bereitgestellt, eine Schule für die Tochter war auch schon gefunden - doch dann erwischte ihn der DEL-Rückzug des Clubs auf dem falschen Fuß. "Das war alles andere als schön", betonte der Mann, der bei den Adlern die Rückennummer 34 tragen wird.

In Europa begann die neue Saison, MacIntyre stand ohne Job da. Er hielt sich im Trainingscamp des NHL-Clubs Washington Capitals fit, schaute sich einige Angebote an, verwarf sie - und wurde für seine Geduld mit einer Drei-Monats-Offerte von Medvescak Zagreb belohnt, dem kroatischen Club aus der multinationalen KHL. Dort überzeugte er in 21 Spielen mit einer Fangquote von 92,5 Prozent, zuletzt feierte er einen Zu-Null-Sieg gegen das chinesische Team Kunlun Red Star.

Da MacIntyres Kurzzeit-Engagement in Zagreb auslief, machte er sich Gedanken, wie es weitergehen sollte. "Es war durchaus eine Möglichkeit zu bleiben", erklärte er. Da der Club allerdings nur noch geringe Chancen auf die Play-off-Teilnahme sah, begann er - wie so oft in der Vergangenheit -, den Kader auszudünnen, um Geld zu sparen. Als MacIntyre das Angebot der Adler auf den Tisch bekam, mussten daher weder er noch Zagreb lange überlegen, die Kroaten ließen ihn gehen. Zwar sind alle Formalien erledigt, MacIntyre könnte bereits im heutigen Heimspiel (19.30 Uhr) gegen Ingolstadt zwischen den Pfosten stehen, doch Adler-Trainer Sean Simpson legte sich gestern auf Dennis Endras im Tor gegen den Tabellensiebten fest.

MacMurchy spielt für Tardif

Verzichten muss der Coach neben den ohnehin verletzten Youri Ziffzer und Aaron Johnson auch auf den erkrankten Verteidiger Danny Richmond und Jamie Tardif, der sich am Samstag beim 7:3-Sieg im Winter Game gegen Schwenningen eine nicht näher konkretisierte Oberkörperblessur zuzog. Seine Position im Sturm übernimmt der nach einer langwierigen Handverletzung wiedergenesene Ryan MacMurchy.

"Wir haben eine tief besetzte Verteidigung und einen tief besetzten Angriff - jetzt sind wir auch auf der Torhüterposition tief besetzt", sagte Simpson zu MacIntyres Verpflichtung. Der neue Mann weiß, dass er seine Einsätze bekommen wird: "Mir ist bewusst, dass Dennis Endras ein Top-Torhüter der DEL ist. Wenn ich aber zum Zug komme, will ich meinem Team helfen zu gewinnen."

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 11.01.2017
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1993 Düsseldorfer EG

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1996 Düsseldorfer EG

1997 Adler Mannheim

1998 Adler Mannheim

1999 Adler Mannheim

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2001 Adler Mannheim

2002 Kölner Haie

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2009 Eisbären Berlin

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