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Adler:

Plachta hat Spaß und gibt Gas

Archiv-Artikel vom Sonntag, den 06.01.2013

Torschützen unter sich: Matthias Plachta (links) und Florian Kettemer

Torschützen unter sich: Matthias Plachta (links) und Florian Kettemer

© Binder

Viel war im Vorfeld des Duells München gegen Mannheim über die NHL-Profis in beiden Lagern berichtet worden. Hier Blake Wheeler und Paul Stastny, dort Jason Pominville, Dennis Seidenberg und Jochen Hecht. Die Tore beim souveränen 5:1-Sieg der Adler, mit dem die Blau-Weiß-Roten die Tabellenführung in der DEL zurückeroberten, erzielten aber andere: Mike Glumac - nach Hechts toller Vorarbeit -, Matthias Plachta - nach Dennis Seidenbergs Schlagschuss -, Yannic Seidenberg, Craig MacDonald und Yanick Lehoux.

"Wir haben sehr kompakt gespielt und härter gearbeitet als eine hart arbeitende Mannschaft", sagte Trainer Harold Kreis, der vor allem in Yannic Seidenbergs 3:1 unmittelbar vor der zweiten Pausensirene den Knackpunkt der Partie sah: "Es war wichtig, dass wir kurz nach dem Münchner Anschlusstreffer doch mit einer Zwei-Tore-Führung ins letzte Drittel gehen konnten."

Die Adler hatten die richtigen Lehren aus der 2:5-Heimniederlage im Dezember gezogen. Damals hatten Wheeler und Stastny die Mannheimer fast im Alleingang abgeschossen, weil ihre Gegenspieler in Ehrfurcht erstarrten. "Während bei uns Jason Pominville bei seiner ersten Eiszeit gleich drei-, viermal gecheckt wurde, haben wir die Münchner Stars gewähren lassen", ärgerte sich Manager Teal Fowler damals zurecht. Diesmal war alles anders. "Ich habe mit Absicht Dennis Seidenberg und Jaime Sifers gegen die Wheeler-Stastny-Buchwieser-Reihe gestellt", erklärte Kreis. Nur beim Tor zum 1:2 ging die Rechnung nicht auf, als Buchwieser in Überzahl nach Wheelers Schuss abstaubte.

Fast wunschlos glücklich war auch Matthias Plachta. "Wir standen defensiv gut und haben vorne die Tore gemacht, als wir sie gebraucht haben", sagte der Stürmer, der beim 2:0 da stand, wo ein Angreifer stehen muss: direkt vor Jochen Reimer, dem gegnerischen Torhüter. Bislang hat der 21-Jährige neun Saisontreffer erzielt. Er hat Spaß und gibt Gas. "Die Ausbeute könnte zwar besser sein, aber ich bin zufrieden", betonte Plachta, dem in der vergangenen Spielzeit lange die Seuche am Schläger geklebt hatte. Da der Mann mit der Rückennummer 22, der "seine" 44 vor dieser Saison an Goalie Dennis Endras abtrat, seine Treffsicherheit wiedergefunden hat, sind andere Vereine auf ihn aufmerksam geworden.

Sein Vertrag in Mannheim läuft im April aus, gerne würde Plachta weiter das Adler-Trikot tragen. "Wir verhandeln gerade, alles andere wird sich zeigen", erklärt der Außenstürmer, der die Zeit an der Seite der NHL-Profis genießt. "Besonders, was die Arbeitseinstellung angeht, kann man viel von ihnen lernen. Ich versuche, mir viele Kleinigkeiten abzuschauen." Das hat bislang ganz gut geklappt, und das will Plachta auch heute in Nürnberg (16.30 Uhr) beweisen - es müssen ja nicht immer die NHL-Profis alles richten. cr

Sonntag, 06.01.2013
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