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Eishockey: In Schwenningen starten die Adler heute in die restlichen acht Hauptrundenspiele / Ron Pasco neuer Co-Trainer

Woodcrofts Personalpuzzle

Archiv-Artikel vom Freitag, den 19.02.2016

Von unserem Redaktionsmitglied Christian Rotter

"Woody gibt die Richtung vor, wir müssen folgen." Das sagt Kapitän Marcus Kink (l.) über Adler-Trainer Woodcroft.

©  Binder

Mannheim. Es ist ein Neustart. Jeder fängt bei Null an. Es weht ein frischer Wind durch die Kabine: Die Adler haben in den vergangenen Tagen den Umschwung quasi herbeigeredet, jetzt müssen sie ihren Worten auch Taten folgen lassen. Mit dem baden-württembergischen Landesduell in Schwenningen startet das Team des neuen Cheftrainers Craig Woodcroft heute (19.30 Uhr) in die restlichen acht Hauptrundenspiele.

Der neue starke Mann ließ zuletzt nichts unversucht, um seiner Mannschaft Selbstvertrauen einzuflößen. Jedem Sportler ist jedoch auch klar: Dieses Gefühl manifestiert sich erst mit Siegen. Zumindest - so Woodcroft - weiß jetzt jeder, was von ihm verlangt wird. Nach dem offiziellen Ende der Übungseinheit bat das Trainerteam die Profis gestern zu kurzen Einzelgesprächen. "Alle kennen ihre Rolle. Es ist jetzt kristallklar, was wir von ihnen erwarten", betonte der 46-jährige Kanadier. Am System will er zwar nur einige Feinjustierungen vornehmen ("Wir möchten es teilweise vereinfachen, um das Tempo zu erhöhen") - es sieht aber ganz danach aus, als würde Woodcroft einige Reihen neu zusammenstellen. So agierte Glen Metropolit gestern auf dem Flügel.

Marcel Goc gibt Comeback

Kein Platz für Proske

Da der neue Adler-Chefcoach Craig Woodcroft gestern im Training nur auf Torhüter Dennis Endras (Adduktoreneinriss) und Philip Riefers (erkrankt) verzichten musste, wurde es voll auf dem Eis.

Dass der große Kader fast komplett ist, bekam auch Florian Proske zu spüren. Da für den dritten Torhüter der Adler in der Kabine kein Platz mehr war, musste er sich im Besprechungsraum der Schiedsrichter umziehen.

Der 19-jährige Proske hat in dieser Saison bislang fünf Spiele für den Zweitliga-Kooperationspartner Kassel Huskies absolviert.

Dass der Coach am Personalkarussell drehen muss, versteht sich von selbst. Einerseits gilt es, die Neuzugänge Ray Emery und Matt Lashoff zu integrieren, andererseits einen Platz für Marcel Goc zu finden, der nach seiner fünfmonatigen Verletzungspause sein Comeback feiern wird. Für wen gegen Schwenningen nur ein Platz auf der Tribüne bleiben wird, will das Trainerteam erst heute Morgen kommunizieren. Die Entscheidung verspricht viel Spannung, schließlich fließen einige Faktoren in Woodcrofts Gedankengänge ein.

Nur neun der elf Ausländer, die die Adler mittlerweile verpflichtet haben, dürfen spielen. "Wenn Torhüter Ray Emery in der Aufstellung steht, muss ich zwei ausländische Feldspieler streichen; wenn nicht, nur einen", sagt Woodcroft. Auf die Nachfrage, ob es tatsächlich eine Option sei, dass er im Tor auf das Tandem Youri Ziffzer und Florian Proske setzt und Emery wegen möglicherweise fehlender Spielpraxis noch nicht bringt, antwortete er: "Das ist ein mögliches Szenario, aber kein wahrscheinliches."

Obwohl die Adler nach fünf Niederlagen in Folge auf den siebten Tabellenplatz abgerutscht sind, ist der Trainer vom Potenzial seiner Mannschaft überzeugt: "Dieses Team ist für diese Zeit des Jahres zusammengestellt worden." Will heißen: Fangen sich die Mannheimer, ist mit ihnen auch in den Play-offs zu rechnen. Von welchem Rang aus die K.o.-Runde in Angriff genommen wird, ist für Woodcroft Nebensache: "Ich schaue nicht auf die Tabelle, sondern habe nur den Prozess im Blick."

Ähnlich äußert sich auch Lashoff. Sein DEL-Debüt vor zwei Wochen gegen Augsburg verlief verheißungsvoll. "Dass ich nun zwei Wochen trainieren konnte, war für mich Gold wert", betonte der 29-jährige Verteidiger, der den angesprochenen Konkurrenzkampf als leistungsfördernd bezeichnet. Obwohl er neu in Mannheim ist, blieb ihm der Stimmungsumschwung nicht verborgen: "Jeder begegnet dir mit einem Lächeln. Allen ist anzumerken, dass sie ein neues Kapitel aufschlagen wollen."

Gestern schloss der Klub auch die Suche nach einem weiteren Co-Trainer erfolgreich ab: Ron Pasco, der zwischen 1997 und 2002 vier Jahre für die Adler spielte, wird im Heimspiel am Sonntag gegen Krefeld erstmals mit Woodcroft und Steve Walker hinter der Bande stehen.

© Mannheimer Morgen, Freitag, 19.02.2016
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Bundesliga:

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1992 Düsseldorfer EG

1993 Düsseldorfer EG

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1996 Düsseldorfer EG

1997 Adler Mannheim

1998 Adler Mannheim

1999 Adler Mannheim

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2001 Adler Mannheim

2002 Kölner Haie

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2008 Eisbären Berlin

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