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Eishockey: Jungadler setzen sich beim Turnier in der Nebenhalle der SAP Arena gegen Karlovy Vary, Klagenfurt und Basel durch

Mannheimer Mutmacher

Archiv-Artikel vom Dienstag, den 01.09.2015

Von unserem Mitarbeiter Andreas Martin

Schon vor dem Saisonstart haben die Jungadler Grund zum Jubeln. Julian Napravnik, Valentin Kopp und Kai Kullmann (von links) feiern ein Tor gegen Basel.

©  Binder

Mannheim. Ein wasserfester Stift war am späten Sonntagnachmittag in der Kabine der Jungadler Mannheim gefragt. Valentin Kopp benötigte diesen, um sich als Erster auf dem Feuerwehrhelm mit der Aufschrift "Hardest Worker" zu verewigen. Trotz der 3:4-Niederlage gegen den EHC Basel zum Abschluss des U-19-Hockey-Cups hatte der 18-jährige Assistenzkapitän auf dem Eis tatsächlich hart gearbeitet, auch wenn ihm im Gegensatz zum 3:1-Auftakterfolg gegen den HC Karlovy Vary und dem 8:2-Kantersieg über den Klagenfurter AC im Spiel gegen die Schweizer kein Tor gelang.

Die Triumphe gegen Karlovy Vary und Klagenfurt hatten den Blau-Weiß-Roten bereits vor dem Spiel gegen Basel den Turniersieg gesichert. "Wir haben heute unsere jungen Spieler des Jahrgangs 1999 eingesetzt, nach den intensiven Trainingstagen gingen im Team die Kräfte aus. Wichtig war mir die Reaktion der Jungs im Schlussabschnitt. Hätten wir so über alle drei Drittel gespielt, hätten wir wohl auch gegen Basel nicht verloren", verbuchte Cheftrainer Frank Fischöder die Niederlage gegen Basel und den Turniersieg als Erkenntnisgewinn.

Turnier soll ausgebaut werden

Der U-19-Hockey-Cup in der Nebenhalle Süd der SAP Arena soll keine Eintagsfliege bleiben, sondern Ende August einen festen Platz im Mannheimer Eishockeykalender bekommen. "Mit dabei sein sollen künftig ein Team aus Kanada, Schweden, Finnland, der Schweiz, wir und wenn möglich die deutsche U-19-Auswahl", berichtet Fischöder von den bereits angelaufenen Planungen für das kommende Jahr.

Richtig beginnt für den amtierenden Deutschen Nachwuchsmeister die Eiszeit erst am Wochenende, denn dann steigen in Krefeld (Samstag, 19.30 Uhr, und Sonntag, 10 Uhr) die ersten beiden Punktspiele der neuen DNL-Saison. Neu ist dabei auch der Modus, mittlerweile ist die Liga wieder eingleisig. Die größte Änderung ist allerdings, dass es am Ende keine Play-offs um die Meisterschaft gibt, sondern sechs Teams in einem Finalturnier den deutschen Meister ermitteln.

Die zwölf DNL-Teams spielen zunächst eine Hauptrunde in Form einer Doppelrunde, bei der sich der Erste und der Zweite direkt für das Finalturnier qualifizieren. Die übrigen vier Endrundenplätze werden in "best of three"-Serien zwischen dem Dritten und dem Zehnten, dem Vierten und dem Neunten, dem Fünften und dem Achten sowie dem Sechsten und dem Siebten ermittelt. "Ich glaube nicht, dass dieser Modus für die Entwicklung der Spieler und der Liga vorteilhaft ist", hat Fischöder Zweifel an diesem Modell. "Um die nötigen Punkte für Platz zehn zu holen, werden Klubs später auf ältere Spieler zurückgreifen, die ansonsten in der Oberliga oder höher spielen", beobachtet Coach in der DNL einen Trend hin zu älteren Spielern.

"Sind nicht der Topfavorit"

"Das macht es schwer, eine Aussage hinsichtlich der neuen Saison zu treffen. Wir wollen unter die besten zwei Teams der Hauptrunde kommen. Wenn wir das abrufen, was wir können, hat es jeder Gegner schwer gegen uns. Trotzdem sehe ich uns aufgrund der jungen Altersstruktur nicht als Topfavorit", betont Fischöder. Der Coach, der heute seinen 44. Geburtstag feiert, weiß, dass sein junges Team Zeit braucht, um in den Rhythmus zu kommen.

© Mannheimer Morgen, Dienstag, 01.09.2015
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Die Eishockey-Meister seit 1991

Bundesliga:

1991 Düsseldorfer EG

1992 Düsseldorfer EG

1993 Düsseldorfer EG

1994 EC Hedos München

 

Deutsche Eishockey Liga (DEL):

1995 Kölner Haie

1996 Düsseldorfer EG

1997 Adler Mannheim

1998 Adler Mannheim

1999 Adler Mannheim

2000 München Barons

2001 Adler Mannheim

2002 Kölner Haie

2003 Krefeld Pinguine

2004 Frankfurt Lions

2005 Eisbären Berlin

2006 Eisbären Berlin

2007 Adler Mannheim

2008 Eisbären Berlin

2009 Eisbären Berlin

2010 Hannover Scorpions

2011 Eisbären Berlin

2012 Eisbären Berlin

2013 Eisbären Berlin

2014 ERC Ingolstadt

2015 Adler Mannheim

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