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Nach 3:0-Sieg des 1. FCK:

Anhänger von Dynamo Dresden randalieren

Von unserem Redaktionsmitglied Alexander Müller und dpa

© dpa

Kaiserslautern. Ein massives Polizeiaufgebot, verschärfte Kontrollen und eine strikte Trennung der Fangruppen sollte die Unverbesserlichen unter den 3000 mitgereisten Dynamo-Fans unter Kontrolle halten. Und während des Spiels gegen den 1. FC Kaiserslautern am gestrigen Freitagabend blieb es auch - bis auf das offenbar unvermeidliche Zünden einiger Bengalos - ruhig. Doch nach dem Abpfiff des Zweitligaspiels kam es zu heftigen Ausschreitungen. Mindestens zwei Menschen wurden verletzt, berichtet die Polizei. Zudem entstand ein Sachschaden von rund 70.000 Euro. Anhänger von Dynamo Dresden hätten nach der Partie in Kaiserslautern randaliert, hieß es. Die Chaoten griffen Polizisten an und zündeten Pyrotechnik. Mehrere Einsatzfahrzeuge und Busse wurden beschädigt. Bereits im Stadion hatten die Beamten Dresdener Fans daran gehindert, einen Nachbarblock zu stürmen. Ob es Festnahmen gab, war zunächst nicht zu erfahren. 

Müheloser 3:0-Sieg

Zuvor erfüllt der 1. FC Kaiserslautern auf dem Platz seine Pflichtaufgabe im Aufstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga: Mit einem verdienten 3:0 (2:0)-Erfolg festigten die Pfälzer gegen Dynamo Dresden den Relegationsrang. Die Lauterer kamen gegen aggressive Sachsen nur schwer in die Gänge. Doch dann zog Neuzugang Markus Karl bei seiner Betzenberg-Premiere aus 27 Metern einfach mal ab - und Dresdens Torwart Benjamin Kirsten, 2008 für ein halbes Jahr beim SV Waldhof unter Vertrag, ließ den alles andere als unhaltbaren Schuss passieren (23.). "Das ist natürlich unglücklich. Aber aus solchen Dingern lernt man", erklärte der Sohn von Nationalstürmer Ulf Kirsten. Fünf Minuten vor dem Wechsel legt Idrissou das 2:0 nach.

Nach der Pause versuchten die tief im Abstiegssumpf steckenden Dresdner so verzweifelt wie ideenlos, mit dem Anschlusstor wieder in die Partie zurückzukehren - die Lauterer Abwehr hatte die Angelegenheit jedoch sicher im Griff. Nach vorn unternahmen die Pfälzer aber nicht mehr allzu viel.

Die FCK-Fans begrüßten den in der Winterpause aus Frankfurt verpflichteten Rückkehrer Jimmy Hoffer bei seiner Einwechslung freundlich, aber der Unterhaltungswert der Partie passte sich in der zweiten Halbzeit den Temperaturen - nahe dem Nullpunkt. Das änderte sich kurzfristig, als der Heimkehrer das 3:0 besorgte (81.)

Mit jetzt 38 Punkten halten die Lauterer auf Platz drei zumindest die Verfolger auf Distanz. Der Rückstand auf die direkten Aufstiegsplätze scheint mit sieben Zählern auf Hertha BSC (am Montag gegen Lokalrivale Union) und zehn Punkten auf Tabellenführer Braunschweig (gestern 1:1 gegen Aalen) aber zu groß. "Wir müssen uns auf die Sicherung von Platz drei konzentrieren, Hertha und Braunschweig sind zu weit weg", sagte FCK-Coach Franco Foda nach dem Erfolg. 

Samstag, 09.02.2013
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