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Fußball: 3:0 – aber erst nach dem ersten Treffer gegen Dresden kommt Kaiserslautern in Schwung

FCK benötigt Anlaufzeit

Von unserem Redaktionsmitglied Alexander Müller

Da war der Drops gelutscht: Idrissou köpft das 2:0 für den 1. FC Kaiserslautern. Dresdens Torwart Kirsten ist ohne Chance.

© dpa

Kaiserslautern. Rund ums Stadion herrschte die höchste Sicherheitsstufe, auf dem Platz erfüllte der 1. FC Kaiserslautern seine Pflichtaufgabe im Aufstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga: Mit einem verdienten 3:0 (2:0)-Erfolg festigten die Pfälzer gestern Abend gegen Dynamo Dresden den Relegationsrang. Ein massives Polizeiaufgebot, verschärfte Kontrollen und eine strikte Trennung der Fangruppen sollte die Unverbesserlichen unter den 3000 mitgereisten Dresdner Fans unter Kontrolle halten - zumindest bis zum Abpfiff blieb es bis auf das offenbar unvermeidliche Zünden einiger Bengalos im Dynamo-Block aber ruhig. Die Lauterer kamen gegen aggressive Sachsen nur schwer in die Gänge. Doch dann zog Neuzugang Markus Karl bei seiner Betzenberg-Premiere aus 27 Metern einfach mal ab - und Dresdens Torwart Benjamin Kirsten, 2008 für ein halbes Jahr beim SV Waldhof unter Vertrag, ließ den alles andere als unhaltbaren Schuss passieren (23.). "Das ist natürlich unglücklich. Aber aus solchen Dingern lernt man", erklärte der Sohn von Nationalstürmer Ulf Kirsten. Fünf Minuten vor dem Wechsel legt Idrissou das 2:0 nach.

Nach der Pause versuchten die tief im Abstiegssumpf steckenden Dresdner so verzweifelt wie ideenlos, mit dem Anschlusstor wieder in die Partie zurückzukehren - die Lauterer Abwehr hatte die Angelegenheit jedoch sicher im Griff. Nach vorn unternahmen die Pfälzer aber nicht mehr allzu viel.

Die FCK-Fans begrüßten den in der Winterpause aus Frankfurt verpflichteten Rückkehrer Jimmy Hoffer bei seiner Einwechslung freundlich, aber der Unterhaltungswert der Partie passte sich in der zweiten Halbzeit den Temperaturen - nahe dem Nullpunkt. Das änderte sich kurzfristig, als der Heimkehrer das 3:0 besorgte (81.)

Mit jetzt 38 Punkten halten die Lauterer auf Platz drei zumindest die Verfolger auf Distanz. Der Rückstand auf die direkten Aufstiegsplätze scheint mit sieben Zählern auf Hertha BSC (am Montag gegen Lokalrivale Union) und zehn Punkten auf Tabellenführer Braunschweig (gestern 1:1 gegen Aalen) aber zu groß. "Wir müssen uns auf die Sicherung von Platz drei konzentrieren, Hertha und Braunschweig sind zu weit weg", sagte FCK-Coach Franco Foda nach dem Erfolg.

© Mannheimer Morgen, Samstag, 09.02.2013
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