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Fußball: Mohamadou Idrissou zählt zu den Erfolgsgaranten des 1. FC Kaiserslautern

„Genau richtig hier“

Von unserem Mitarbeiter Claudio Palmieri

Ein besonderer Spielertyp: Mohamadou Idrissou

© dpa

Kaiserslautern. Die 23. Minute im Zweitliga-Spitzenspiel zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und Energie Cottbus: FCK-Stürmer Mohamadou Idrissou macht eine eher unauffällige Handbewegung in Richtung Florian Dick. Der Lauterer Außenverteidiger wirft tief in den gegnerischen Strafraum ein, bevor "Mo" aus der Hereingabe per Kopf eine brandgefährliche Situation entstehen lässt. Glück für die Lausitzer: Der Ball rauscht um Zentimeter am rechten Pfosten vorbei.

Es sind Szenen wie diese, die den Spielertyp Idrissou charakterisieren. Neun Treffer und sechs Vorlagen gehen nach 14 Spieltagen auf das Konto des 32-jährigen Kameruners - auch nach dem 1:0-Siegtor in der 13. Minute durch Hendrick Zuck durfte sich Idrissou nach einem schönen Doppelpass mit dem Torschützen einen Scorerpunkt zuschreiben lassen. Eine überragende Quote, der man manchmal nicht so recht trauen möchte. Denn häufig kommen die Bewegungen des wuchtigen 1,90-Meter-Mannes auf dem Rasen staksig und hüftsteif daher. Auch Idrissous bisweilen eigenwillige Spielweise droht des Öfteren im allgemeinen Spielgeplänkel unterzugehen, bis - ja bis sich eben Chancen wie die oben beschriebene ergeben.

Reibungspunkte erwünscht

Unter dem Strich stellt sich Idrissou bislang also als die erhoffte Verstärkung heraus - auch oder vor allem, weil der 41-fache Nationalspieler gerne mal mit seiner persönlichen Art aneckt, wie FCK-Boss Stefan Kuntz zu berichten weiß. "Mo oder auch Albert Bunjaku sind Menschen, die mit ihrem Charakter ein Zeichen setzen können und keine Scheu haben, offen ihre Meinung preiszugeben. Im vergangenen Jahr waren wir dahingehend zu lieb, jetzt sind durchaus Reibungspunkte vorhanden", meinte Kuntz. Kurios: Nicht zuletzt aus diesem Grund bevorzugte es sein vorheriger Arbeitgeber, die Frankfurter Eintracht, Idrissou zu den Pfälzern ziehen zu lassen. "Manchmal macht ein Transfer im Sinne des Spielers Sinn, wenn dadurch Konfliktpotenzial vermieden wird", hatte Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen nach Wechselvollzug Ende Juli erklärt.

Idrissou dürften diese Diskussionen herzlich wenig kümmern. Nach den Aufstiegen mit dem MSV Duisburg (2007), dem SC Freiburg (2009) und mit Eintracht Frankfurt in der abgelaufenen Saison will der Mann mit der Nummer acht auch die "Roten Teufel" in die Erste Liga ballern. "Das muss unser Ziel sein", stellte Idrissou, der sich "13 bis 14 Tore" vorgenommen hatte, vor Saisonbeginn klar.

Mit Albert Bunjaku (6 Tore/3 Assists) und Alexander Baumjohann (3/2) bildet der Kameruner ein ungleiches Trio, das fast in jeder Begegnung den Unterschied in der FCK-Offensive macht. Und gewissermaßen scheinen sie, die sich zweifelsohne zu den Top-Stars der Zweiten Liga zählen dürfen, auch Brüder im Geiste zu sein. Denn der absolute Durchbruch im Oberhaus blieb allen Dreien aus verschiedenen Gründen verwehrt.

Was die Frage aufwirft: Baumjohann, Bunjaku, Idrissou - zu gut für die Zweite, zu schlecht für die Erste Liga? Die Antwort darauf lieferte Stefan Kuntz mit jenem Lausbubenlächeln, das jeder direkt vor Augen hat, der den Vorstandsboss der Pfälzer kennt. "Wenn sie zu gut für die Zweite Liga sind, dann sind sie doch genau richtig hier. Sollten wir aufsteigen, dürfen sie dann gerne das Gegenteil beweisen. Ich habe aber nicht das Gefühl, dass jemand in Frankfurt etwas dagegen hätte, wenn Mo jetzt noch da wäre", findet der 50-Jährige.

© Mannheimer Morgen, Montag, 19.11.2012
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