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Hoffenheim im Abstiegskampf:

Polanski bemängelt Bereitschaft

Von Michael Fürst

1899 Hoffenheim schlittert nach dem 0:1 bei Hannover 96 tiefer denn je in den Abstiegsschlamassel. Die Kraichgauer hatten zwar ein optischen Übergewicht, doch ließen sie die Konsequenz und die Zielstrebigkeit beim Torabschluss vermissen. Beim Gegentreffer sah auch Torwart-Neuzugang Heurelho Gomes nicht gut aus.

© dpa

Hannover. Der kleine Hoffnungsfunke, den die TSG 1899 Hoffenheim am vergangenen Samstag mit dem Heimsieg gegen Freiburg entzündete, hat schon eine Woche später wieder an Leuchtkraft verloren. Mit 0:1 verloren die Kraichgauer gestern bei Hannover 96 und stecken somit tiefer den je im Abstiegsschlamassel. Acht Punkte beträgt nun schon der Rückstand auf den Liga erhaltenden Rang 15, bei einem Düsseldorfer Sieg heute in Freiburg könnte er gar auf neun Zähler anwachsen. Auch der Fall auf den Abstiegsrang 17 droht, sollte Augsburg heute Nachmittag gegen Mainz gewinnen.

"Ich bin enttäuscht über das Spiel und das Ergebnis", sagte ein sichtlich geknickter Marco Kurz. Der Hoffenheimer Trainer vermisste die "einfachen Dinge und die Klarheit" im Streben seiner Mannschaft. Zwar erspielten sich die Gäste ein Plus an Ballbesitz, doch im Strafraum fehlte die Durchschlagskraft - vor allem im zweiten Durchgang, als es galt, den frühen Rückstand zu egalisieren. Denn: Bereits nach acht Minuten lag die TSG 1899 wieder einmal im Hintertreffen, und zwar durch einen Gegentreffer, den man "in allen Bereichen besser hätte verteidigen können", erklärte Marco Kurz. Szabolcs Huszti wurde von Tobias Weis nur unzureichend an seiner Flanke gehindert. Im Strafraum entwischte Mame Diouf seinem Gegenspieler Matthieu Delpierre und auch Heurelho Gomes segelte am Ball vorbei, so dass der Hannoveraner Stürmer den Ball über die Linie köpfte. "Er sah in dieser Situation unglücklich aus", sprach Andreas Müller über den TSG-Schlussmann. Allerdings rückte Hoffenheims Manager schnell die beiden Paraden des brasilianischen Neuzugangs im 1899-Tor in den Vordergrund: "Da hat er prima gehalten."

De Camargo mit Schwierigkeiten

Müller sprach die 96-Chancen in der 61. und 66. Minute an. Zunächst stach Gomes gegen Schlaudraff, dann im Eins-gegen-Eins gegen Diouf. Damit hielt er seine Mannschaft im Spiel, die während der zweiten 45 Minuten lediglich eine Ausgleichschance besaß: Bei Polanskis Direkt-Abnahme aus gut 20 Metern hatte Ron-Robert Zieler seine Probleme. Etwas gefährlicher agierten die Hoffenheimer im ersten Durchgang: Zweimal Volland (23./28.) und zweimal Weis (35./40.) hatten gute Möglichkeiten. Doch Zieler war dreimal auf dem Posten, einmal wurde Volland von Djourou gerade noch abgeblockt.

"Wir haben die einfachen Dinge vergessen", schimpfte Eugen Polanski nach dem Spiel und bemängelte vor allem die Bereitschaft, sich vorne noch konsequenter anzubieten. Damit könnte er vor allem Stoßstürmer Igor de Camargo gemeint haben, der auch in seinem zweiten Spiel für Hoffenheim kaum Bindung zum Spiel seiner neuen Mannschaft fand. "Wir hätten geiler auf das Tor sein müssen, dann hätten wir heute das eine oder andere Tor machen können", legte Polanski nach.

Damit lag der Ex-Mainzer sicher nicht falsch, denn Hannover war am gestrigen Tage gewiss ein schlagbarer Gegner. Die Gefühlslage im Lager der Kraichgauer war deshalb ähnlich der von vor 14 Tagen, als man trotz recht ordentlicher Leistung gegen ebenfalls schlagbare Frankfurter 1:2 verlor.

Kurios war noch, dass die beiden größten Konterchancen der Gastgeber zwei dilettantisch ausgeführten kurzen Eckbällen der Hoffenheimer entsprangen. Beide Male landete der Ball nach "gravierenden Passfehlern" (Kurz) bei Diouf, der beide Male alleine aufs Hoffenheimer Tor zog. Einmal hielt Gomes, nur drei Minuten später rettete der gute Abraham in letzter Sekunde.

1899 Hoffenheim schlittert nach dem 0:1 bei Hannover 96 tiefer denn je in den Abstiegsschlamassel. Die Kraichgauer hatten zwar ein optischen Übergewicht, doch ließen sie die Konsequenz und die Zielstrebigkeit beim Torabschluss vermissen. Beim Gegentreffer sah auch Torwart-Neuzugang Heurelho Gomes nicht gut aus.

Sonntag, 10.02.2013
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