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Fußball: Hoffenheimer Neuzugang Advincula kommt mit Prellungen davon

Schreck nach Auto-Unfall

Von unserem Redaktionsmitglied Michael Fürst

Hoffenheims Luis Advincula (l.) fällt für die Bundesliga-Spiele in Hannover und gegen den VfB Stuttgart aus.

© dpa

Zuzenhausen. Es scheint, als zöge 1899 Hoffenheim die schlechten Nachrichten regelrecht an. Gestern Morgen verbreitete sich erneut eine Schreckensmeldung im Trainingszentrum des abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten: Luis Advincula verunglückte gegen 9 Uhr in Sinsheim mit seinem Auto. Der Neuzugang fuhr gegen einen Baum und wurde ins Krankenhaus gebracht. Nach Mitteilung der Polizei Heidelberg soll der Wagen offenbar zu schnell gefahren sein. Weitere Personen waren nicht beteiligt.

Dem ersten Schrecken folgte am Nachmittag die Erleichterung darüber, dass die Folgen dieses Crashs weitaus geringer sind als die bei Boris Vukcevic, der sich im September bei einem Unfall lebensgefährliche Verletzungen zugezogen hatte und wochenlang im Koma lag. Advincula trug nach Klubangaben lediglich mehrere Prellungen davon, blieb darüber hinaus aber unversehrt. Der 22-jährige Peruaner musste zur Beobachtung eine Nacht in der Klinik bleiben und kann wohl zehn Tage nicht trainieren. Damit fällt er für das Gastspiel am Samstag (15.30 Uhr) in Hannover und im Heimspiel gegen Stuttgart (17. Februar) aus.

Wiese in Hannover nicht im Kader

Durch den Unfall war die Stimmung im TSG-Lager gestern natürlich gedämpft, nachdem sie in den Tagen zuvor, aufgrund des Sieges gegen Freiburg, deutlich verbessert gewesen war. "Siege im Wettkampf sind durch nichts zu ersetzen", sagte Marco Kurz. Man habe zwar nicht mit "Hurra und Juhu" trainiert, doch sei in den Gesichtern der Spieler wieder mehr Lächeln zu sehen gewesen, berichtete der TSG-Trainer.

Manager Andreas Müller ordnete den jüngsten Erfolg richtig ein: "Das war nur ein erster kleiner Schritt, weitere müssen folgen." Am besten schon in Hannover. Doch "96" ist äußerst heimstark und verfügt über eine exzellente Offensive. "Wir sollten deren Wucht annehmen und selbst mutig auftreten. Wir wollen um die drei Punkte spielen", forderte Kurz möglichst einen weiteren Sieg.

Das ist gewiss ein hehres Unterfangen, doch erlauben die jüngsten Hoffenheimer Auftritte den Schluss, dass die Mannschaft nun kapiert hat, um was es geht. "Gegen Freiburg hat jeder den Rasen umgepflügt", hat Müller erkannt. Diese "Grasfresser-Mentalität" möchte er in der AWD-Arena nun erneut sehen.

Das Spiel live miterleben wird Tim Wiese indes nicht. Die einstige Nummer eins im TSG-Tor ist laut Kurz "auf unbestimmte Zeit" die Nummer drei hinter Heurelho Gomes und Koen Casteels und bleibt daheim. "Wir wollen ihn aus dem Fokus nehmen, damit er wieder zu alter Stärke zurückfindet", erklärte Kurz die mit dem Ex-Bremer besprochene Maßnahme und hofft, dass bald wieder "Normalität" beim Thema Wiese einkehrt. Es sei jetzt der falsche Zeitpunkt, den 31-Jährigen schon wieder mit auf die Bank zu nehmen. Der Ex-Nationaltorhüter habe seine neue Rolle gut angenommen und gut trainiert, lobte Kurz.

© Mannheimer Morgen, Freitag, 08.02.2013
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