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Fußball: Beim VfL Wolfsburg sorgt der designierte Trainer Bernd Schuster eher für Unruhe / Fans und Medien machen Stimmung gegen den „Blonden Engel“

„Bitte nicht“ statt „Herzlich willkommen“

Wolfsburg. Auf den designierten Trainer Bernd Schuster wartet beim VfL Wolfsburg eine schwere Aufgabe. Der frühere Fußball-Nationalspieler soll nach Medien-Informationen zunächst einen Vertrag bis 2014 erhalten. Der Kontrakt würde sich automatisch um ein Jahr verlängern, wenn sich der Bundesligaklub in der nächsten Saison für einen internationalen Wettbewerb qualifiziert. Ein Vereinssprecher wollte die Europa-Klausel nicht kommentieren. Die Wolfsburger möchten den Nachfolger von Interimscoach Lorenz-Günther Köstner in den nächsten Tagen vorstellen. VfL-Manager Klaus Allofs hatte Schuster als Kandidaten bestätigt und hinzugefügt. "Aber es müssen alle Rahmenbedingungen stimmen." Dafür sei nicht nur der sportliche Erfolg wichtig. "Wir müssen aber auch Kontinuität, Struktur und Ruhe in den Verein bekommen", betonte Allofs.

Im Umfeld des Vereins hat die Personalie Schuster aber eher für Unruhe gesorgt. Zahlreiche VfL-Fans sind gegen die geplante Verpflichtung des früheren Meistertrainers von Real Madrid, der am heutigen Samstag seinen 53. Geburtstag feiert. Auch die örtlichen Medien kommunizierten ihre Vorbehalte gegen Schuster in ungewöhnlicher Form. Zeitungskommentare mit der Überschrift "Bitte nicht" klingen nicht nach einem "Herzlich Willkommen" für den Augsburger.

Schuster gilt als Freund von Aufsichtsratschef Francisco Javier Garcia Sanz. Der bevorzugt bei seinen Personalentscheidungen gerne große Namen. Schuster war in seiner aktiven Zeit ein Weltklassespieler. Von daher würde er gut in eine Reihe mit Stefan Effenberg, Dieter Hoeneß, Felix Magath oder Klaus Allofs passen, die alle in Wolfsburg tätig waren oder es noch sind. dpa

© Mannheimer Morgen, Samstag, 22.12.2012
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