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Hallenfußball: Titelverteidiger holt dritten Sieg beim Harder13 Cup / Calhanoglu bester Torjäger / Neuling Sandhausen stürmt ins Finale

Ein Mannheimer krönt den KSC

Von unserem Redaktionsmitglied Kevin Hagen

Da ist das Ding: Nach dem Finale stemmten die Karlsruher Spieler den Sieger-Pokal in die Höhe.

© Binder

Mannheim. Als Hakan Calhanoglu nach dem letzten Gruppenspiel seiner Mannschaft beim Harder13 Cup in die Katakomben der SAP Arena trottete, machte er ein bedröppeltes Gesicht. Wenige Minuten zuvor hatte der gebürtige Mannheimer mit dem Karlsruher SC gegen den SV Sandhausen in letzter Sekunde den Ausgleich kassiert und damit den Einzug ins Finale verspielt - so schien es. "Das war ein unverdientes Tor", klagte Calhanoglu. Der 18-Jährige, der für 2,5 Millionen Euro zum Hamburger SV wechseln wird und zur Zeit als Leihgabe beim Drittligisten spielt, hatte sich mehr vorgenommen. Schließlich saß die Familie auf der Tribüne. Doch weil Lokalmatador SV Waldhof abschließend ein Punkt genügte, um den KSC von Platz zwei zu verdrängen, schien aus der Titelverteidigung nichts zu werden. "Das ist natürlich bitter", sagte der Mittelfeldspieler und verschwand in der Kabine.

FCK zerstört Waldhofs Finaltraum

Etwa eine Stunde später stand eben dieser Hakan Calhanoglu wieder auf dem Feld, bedeckt von glänzenden Konfettistreifen, umringt von seinen Mitspielern mit dem Siegerpokal, die Trophäe für den besten Torjäger in der Hand. Was war passiert? Zweitligist 1. FC Kaiserslautern hatte sich nach drei lustlosen Auftritten zusammengerissen und den Rivalen SV Waldhof mit 2:1 geschlagen. "Wir wussten, dass unsere Fans uns das sonst nachtragen", erklärte FCK-Profi Dominique Heintz, der kürzlich seinen Vertrag bis 2016 verlängert hatte, den Leistungsschub. Enttäuschung dagegen auf der anderen Seite: "Wir gehen mit Wehmut aus dem Turnier", sagte Waldhof-Trainer Rainer Hollich. Nach den Gruppenspielen im neuen Modus Jeder gegen Jeden wurde der SVW Dritter.

KSC gegen Sandhausen lautete also das Finale. Titelverteidiger gegen Neuling. Die Hardtwälder waren zum ersten Mal in der SAP Arena und hatten von Beginn an mit Spielfreude und Souveränität überrascht. Damit war nicht unbedingt zu rechnen, schließlich steckt der SVS in der Zweiten Liga mitten im Abstiegskampf. "Das hat Spaß gemacht", sagte SVS-Trainer Hans-Jürgen Boysen. "Wir sind aufgelaufen, um zu gewinnen. Schließlich buhlen wir auch um die Gunst der Zuschauer." Dass am Ende doch etwas die Luft fehlte, führte Boysen auch auf die Belastung des Turniers zurück: "104 Minuten in der Halle sind brutal."

Der KSC kam dagegen wie beflügelt durch den unerwarteten Finaleinzug aus der Kabine. Allen voran Hakan Calhanoglu, der einen Doppelpack zum 4:2-Sieg seines Teams beisteuerte und sein Torekonto auf vier erhöhte. "Jetzt kann ich meinen Freunden sagen, dass ich hier zum zweiten Mal gewonnen habe", sagte er und grinste. Nach 2008 und 2011 gelang den Karlsruhern in der mit 11 420 Zuschauern erstmals nicht ausverkaufen SAP Arena sogar schon der dritte Erfolg. Enttäuschend war dagegen der Auftritt von 1899 Hoffenheim. Der Bundesligist schied mit nur einem Punkt aus. "Das war heute ein wichtiger Lernprozess", sagte TSG-Coach Marco Kurz.

© Mannheimer Morgen, Montag, 07.01.2013
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