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Mittwoch, 23.04.2014

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Fussball:

Noch viel Arbeit für Sandhausen

Der SV Sandhausen war beim 1:3 bei Union Berlin aufgrund von neun Ausfällen zur Flickschusterei gezwungen. Mit drei Neuen in der Startelf blieb die erhoffte Überraschung aus.

Für den SV Sandhausen hat das neue Fußball-Jahr schlechter begonnen als das alte aufgehört hat. Das kann passieren. Doch im Abstiegskampf in der Zweiten Liga stimmt es wenig hoffnungsfroh. Beim 1:3 (0:2) als Gast des 1. FC Union Berlin blieb der Überraschungseffekt, den Trainer Hans-Jürgen Boysen mit drei Neuzugängen in der Anfangsformation gerne gesehen hätte, aus. "Dafür ist das erste Tor zu früh gefallen", sagte der 55-jährige Coach.

Die Vorbereitung auf das erste Pflichtspiel 2013 hätte kaum ungünstiger laufen können. Die Verpflichtung der vier Neuzugänge zog sich hin, erfolgte erst am vorletzten und letzten Tag der Wechselperiode. Der SVS besaß angesichts der finanziellen Ausstattung und sportlichen Situation im Vergleich zur Konkurrenz vielfach die schlechteren Argumente. Hinzu kam ein neues Kapitel in der Verletzungsmisere. Bei den Köpenickern fehlten neun SVS-Spieler. "Ohne die vier Neuen wären wir nur 14 Mann in Berlin gewesen", sagte Boysen, für den die Niederlage "nicht so überraschend" kam.

Der gebürtige Mannheimer ließ den Finnen Juho Mäkelä (von HJK Helsinki), den Koreaner Jutae Yun (FSV Frankfurt) und den Nigerianer Seyi Olajengbesi (Alemannia Aachen) beginnen. Auch weil es die Spieler nach Boysens Dafürhalten dann einfacher haben: "Wenn man als Neuzugang ins laufende Spiel reinkommt, ist es umso schwerer."

Boysen hatte es den Neuen im Kader - also auch dem in der 46. Minute eingewechselten Österreicher Daniel Beichler (Hertha BSC) - freigestellt, ob sie gleich ins kalte Wasser springen oder lieber über ein paar Trainingseinheiten mehr richtig ankommen wollen. Sie wollten freilich sofort die Blutauffrischung sein, als die sie geholt wurden. Akteure wie David Ulm oder Tim Danneberg, die die komplette Vorbereitung mitgemacht hatten, schauten in die Röhre.

Die Diskussion darüber, ob die Entscheidung richtig oder falsch war, mit den Neuzugängen die erforderliche Flickschusterei zu betreiben, wurde in der Bundeshauptstadt schnell überlagert. Denn die Sandhäuser offenbarten alte, zweitligauntaugliche Verhaltensmuster. Boysen hatte noch ausdrücklich davor gewarnt, dass sich die Unioner auf ausgezeichnete Standards verstehen. Allerdings: Erste Ecke für die Hausherren im Stadion "An der Alten Försterei", Kopfball Michael Parensen und Yun klärte beim 1:0 (6.) schon nicht mehr vor der Torlinie, wie sich via TV herausstellte. Es ging aus Sicht der Berliner nur um den Torschützen, weil die Sandhäuser nach Yuns vermeintlich gelungenem Klärungsversuch auch noch Simon Terodde gewähren ließen. Auch beim 3:0 durch Baris Özbek (68.) befanden sich die Protagonisten des SVS zwar in der Überzahl, doch der Widersacher fand die Lücke. "Da muss noch deutlich mehr Konzentration und Gegenwehr stattfinden, um so etwas zu verhindern", so Boysen.

Nach den weiteren Treffern, Torsten Mattuschka verwandelte einen Handelfmeter (32.) und Julian Schauerte gelang der Ehrentreffer (90.), gilt nun die ganze Konzentration der Heimpartie gegen den FC St. Pauli. "Bis dahin haben wir noch acht Trainingseinheiten mit den Neuen. Dann wird man sehen, wie groß das Stück ist, das wir weitergekommen sind", sagte Boysen. (mab)

Sonntag, 03.02.2013
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