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Fußball: Kurpfälzer treffen beim 4:1 im Heimspiel gegen St. Pauli so oft wie noch nie in der Zweiten Liga

Sandhausen sendet Signal an Konkurrenz

Von Marco Brückl

Die Vorentscheidung: Sandhausens Frank Löning jubelt über sein Tor zum 3:0. Bereits in der 3. Minute hatte er sein Team mit 1:0 in Führung gebracht.

© dpa

Sandhausen. Vier Tore in einer Partie hatte der abstiegsbedrohte SV Sandhausen in der Zweiten Liga bis gestern noch nicht erzielt. Und diese vier Treffer besiegelten einen auch in der Höhe verdienten 4:1 (3:0)-Erfolg über den FC St. Pauli, womit die Mannschaft von Trainer Hans-Jürgen Boysen Dynamo Dresden vom Relegationsplatz in der Tabelle verdrängte. "Ich wünsche mir, dass die Jungs den Sieg in die richtige Schublade stecken. Es bleibt schwer", sagte der SVS-Coach.

Auch wenn Boysen nach dem vierten Saison-Dreier auf die Euphoriebremse trat: Der SV Sandhausen sendete gestern ein Signal an die Konkurrenz. Wer die Kurpfälzer schon abgeschrieben hatte, war damit sehr vorschnell gewesen.

Um von hinten anzufangen: Beinahe hätte die Schießbude der Liga gestern geschlossen gehabt. Doch um den Schönheitsfleck kam Sandhausen, das Team mit den meisten Gegentreffern im Unterhaus, nicht herum, weil Fabio Morena, der Ex-St. Paulianer im SVS-Jersey, sich an Florian Bruns vergriffen hatte. Florian Kringe verwandelte den folgenden Foulelfmeter zum Ehrentreffer für die Kiezkicker (74.).

Ansonsten boten die 90 Minuten vor 7600 Zuschauern im Hardtwaldstadion vor allem für SVS-Kapitän Frank Löning und Teamkollege Andrew Wooten genügend Raum, um zu den Hauptakteuren zu werden. Nach einer Wooten-Flanke guckte sich Löning genüsslich FC-Schlussmann Philipp Tschauner aus und platzierte den Ball per Kopf in die lange Ecke zum 1:0 (3.). Den Foulelfmeter zum 2:0 (29.) durch David Ulm holte Wooten heraus. Der Wormser ließ Gegenspieler Sebastian Schachten dabei schlecht aussehen.

Löning durfte beim 3:0 (39.) wieder ran. Beim Schuss von SVS-Mittelfeldmann Julian Schauerte patzte Torhüter Tschauner, ehe Löning zu seinem Saisontor Nummer zehn abstaubte. St. Paulis Trainer Michael Frontzeck hatte eben mit den Einwechslungen von Florian Kringe und Marius Ebbers (38.) versucht, ein Zeichen zu setzen - vergeblich an diesem "rabenschwarzen Tag", wie er sagte.

Für eine mögliche weitere Spielzeit in der Zweiten Liga wäre der SVS wohl gut beraten, sich die Dienste von Wooten zu sichern. Die Leihgabe des 1. FC Kaiserslautern enteilte einmal mehr auf der rechten Seite, bevor der finnische Neuzugang Juho Mäkelä mit dem 4:0 (49.) erstmals für den SVS einschoss. Am Ende hob Löning den Dreier als "wichtig für die Psyche" hervor. Aber auch der 31-jährige Stürmer trat auf die Bremse: "Wir können positiv nach vorne schauen, aber es war nur ein Schritt, 13 kommen noch."

© Mannheimer Morgen, Montag, 11.02.2013
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