DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR

Samstag, 25.02.2017

Suchformular
 
 

Lieber Leser, bitte aktivieren sie Cookies, um in den vollen Genuss unseres Angebotes zu kommen.

  • Drucken

SV Waldhof: Waldhof-Trainer spricht über die Personalplanungen im Winter / Klartext beim Thema Fink: „Ich gehe davon aus, dass er zu 100 Prozent als Spieler zur Verfügung steht“

Gerd Dais macht Problemfall Ederson wenig Hoffnung

Archiv-Artikel vom Donnerstag, den 29.12.2016

Von unserem Redaktionsmitglied Alexander Müller

Der als vermeintlicher Königstransfer nach Mannheim geholte Ederson Tormena hat bisher nur 136 Minuten für den SV Waldhof in der Regionalliga gespielt.

© Nix

Mannheim. Das Weihnachtsmenü bei Familie Dais fiel traditionell einfach aus. "Würschtl" habe es gegeben, berichtete der Trainer des Fußball-Regionalligisten SV Waldhof von den kulinarischen Gepflogenheiten im Haus in Nußloch. Gerd Dais kann nach dem Mammutprogramm seiner ersten Halbserie als Coach am Alsenweg in diesen Tagen ein wenig durchschnaufen.

Nach dem Auftritt beim Harder-Cup in der SAP Arena am 5. Januar kommt die gesamte Mannschaft erst am 10. Januar wieder zusammen, um sich auf den Restrundenstart mit dem Nachholspiel gegen die Stuttgarter Kickers (11. Februar) bestmöglich vorzubereiten und den nächsten Anlauf in Richtung Dritte Liga zu wagen.

Die personellen Veränderungen bis dahin werden, erklärt der SVW-Trainer, nicht besonders umfangreich ausfallen. "Man könnte den Kader sicher noch auf der einen oder anderen Position optimieren, aber Stand heute werden wir auf dem Transfermarkt nichts mehr machen", sagt Dais. Kurz vor Weihnachten hatten die Waldhöfer die Verpflichtung des Linksverteidigers Mete Celik (20) vom VfB Stuttgart II bekanntgegeben. Das soll es vorerst gewesen sein - außer, es gibt schwerere Verletzungen in der Winter-Vorbereitung oder es tut sich eine überraschende Möglichkeit auf. "Wenn nichts Außergewöhnliches passiert, werden wir nicht mehr aktiv werden", schränkt Dais jedoch ein.

Hoffnungsträger di Gregorio

Neben Celik kann der frühere Bundesliga-Profi im Januar mit Mittelfeld-Mann Daniel di Gregorio ein altes, neues Gesicht begrüßen. Der 25-Jährige kehrt nach seinem im Mai erlittenen Kreuzbandriss bald zurück ins Mannschaftstraining, dürfte aber noch einige Zeit brauchen, bis er wieder in der starken Form der Vorsaison sein wird.

Di Gregorios Rückkehr heizt den Konkurrenzkampf im zentralen Mittelfeld weiter an - keine gute Nachricht für Ederson Tormena, dem Dais kaum Hoffnungen macht, die ihm eigentlich zugedachte tragende Rolle beim Tabellenzweiten künftig ausfüllen zu können. "Auf seiner Position spielt im Moment Michael Fink. Es wird nicht einfach für ihn, in die Mannschaft zu kommen. Ich denke, das kann er realistisch einordnen", sagt der Waldhof-Coach, der den bisher enttäuschenden Top-Verdiener aber noch nicht komplett abschreiben will: "Er hat die Problematik mit dem Fersensporn gehabt. Wenn das auskuriert ist und er in einem guten Zustand zum Trainingsauftakt kommt, dann wird man sehen, was passiert." Sollte Ederson allerdings in der Zwischenzeit einen neuen Verein präsentieren und damit den Spieleretat entlasten, fiele die Trauer beim Aufstiegsmitfavoriten sicher nicht besonders groß aus.

Suspendiertes Duo kann gehen

Das Gleiche gilt für Dimitrios Popovits, der auf der linken offensiven Außenbahn den Beweis seiner Klasse bisher schuldig geblieben ist. Auch der Stern von Mittelfeld-Ackerer Sebastian Gärtner ist bei Dais zuletzt gesunken. Die suspendierten Jonas Strifler und Alban Ramaj stehen auf der Verkaufsliste ohnehin ganz weit oben. "Wir haben einige dabei, die in der verlängerten Vorrunde relativ wenig Spielzeit gehabt haben", sagt Dais: "Man muss sehen, wie die Jungs das abwägen. Ob sie die Herausforderung suchen oder ob sie sich mit einer Veränderung anfreunden können."

Sollte der Etat durch Abgänge entlastet werden, wären auch wieder substanzielle Verstärkungen des Kaders möglich, die sonst unter den weiter angespannten finanziellen Rahmenbedingungen schwierig erscheinen. Oder Investor Bernd Beetz zapft zeitnah die von ihm in Aussicht gestellten neuen externen Finanz-Quellen an.

Eine Baustelle möchte Dais deshalb am liebsten gar nicht eröffnet sehen. "Ich gehe davon aus, dass Michael Fink zu 100 Prozent als Spieler zur Verfügung steht", betont der 53-Jährige. Der Ex-Profi könnte seine Einsatzzeiten im Zusammenhang mit seinem Anschluss-Job als Sportdirektor reduzieren. Davon will Dais nichts wissen.

"Er ist Kapitän und Co-Trainer. Dass er von heute auf morgen aufhört, wird nicht der Fall sein. Er wird auf dem Platz seinen Beitrag dazu leisten, dass wir weiter erfolgreich sind", ist der gebürtige Heidelberger überzeugt. Zur Frage, ob es bereits anderslautende Absprachen der Vereinsführung mit Fink gibt, will Dais sich nicht äußern: "Da müssen sie andere fragen."

© Mannheimer Morgen, Donnerstag, 29.12.2016
  • Drucken
 

Saison 2016/17

Spielplan des SV Waldhof Mannheim

Der Spielplan 2016/17 des SV Waldhof Mannheim in der Regionalliga Südwest. [mehr]

SV Waldhof

Seppl-Herberger-Anlage in neuem Glanz

Am Stadion des SV Waldhof ist das "Projekt Alsenweg" nach "nur" zwei Wochen fertiggestellt. Die Fans haben in viel Eigenarbeit den tristen Beton des alten Stadions verschönert. [mehr]

Fußball

Hier pocht das Herz des SV Waldhof

Matthias Kneller steht in Waldhof-Trikot und Sonnenbrille lässig vor jener fast 80 Meter langen Wand, die seit etwa einem Monat "seinem" Verein ein Denkmal gesetzt hat. In den Farben der Stadt Mannheim und denen des SV Waldhof leuchtet die Haupttribüne auf der Seppl-Herberger-Anlage am Alsenweg… [mehr]

 
TICKER

Themen des Tages Newsletter

Die "Morgenweb"-Redaktion hält Sie mit den Themen des Tages auf dem Laufenden - am Arbeitsplatz, zu Hause oder im Urlaub. Geben Sie einfach Ihre E-Mail-Adresse ein:

Weitere Newsletter

2. Fußball-Bundesliga

Kenan Kocaks schützende Hand

Kenan Kocak hatte wohl das Bedürfnis, sich vor seine Spieler zu stellen: Nach den individuellen Fehlern zuletzt stellte sich der 36-jährige Coach des SV Sandhausen vor dem Zweitliga-Duell am Freitag gegen Eintracht Braunschweig (Anpfiff: 18.30 Uhr) schützend vor seine Akteure. [mehr]

Fußball

VfR mit breiter Brust

MANNHEIM. Beim Fußball-Verbandsligisten VfR Mannheim läuft es derzeit richtig gut. Eine Pflichtpartie haben die Rasenspieler in dieser Saison noch nicht verloren. Heute Abend will das Team von Trainer Hakan Atik nun einen Regionalligisten ins Straucheln bringen. Der VfR empfängt im Achtelfinale des… [mehr]

 

DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR