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Fußball: SV Waldhof ehrt den ehemaligen rechten Außenstürmer für seine 80-jährige Mitgliedschaft / Noch heute regelmäßig Gast im Carl-Benz-Stadion

Ludwig Siffling reiht sich in erlesenen Kreis ein

Von unserem Mitarbeiter Roland Bode

Ludwig Siffling hält dem SV Waldhof seit 80 Jahren die Treue.

©  zg

Mannheim. Einer der ganz großen Namen im SV Waldhof wird heute für seine 80-jährige Mitgliedschaft bei den Blau-Schwarzen geehrt - Ludwig Siffling. Der Cousin von Otto Siffling wurde am 7. Oktober 1921 in Mannheim geboren und trat am 1. Februar 1933 als zwölfjähriger Bub in "seinen" SVW ein.

Unter Trainer Hans Tauchert lernte er die Philosophie der alten Waldhof-Fußballschule. Schon mit 18 Jahren empfahl er sich für die erste Mannschaft. Siffling gehörte von Ende der 1930er bis Anfang der 1950er Jahre zu den gefährlichsten rechten Außenstürmern und bildete mit Georg Herbold ein gefürchtetes Angriffsduo. Siffling war ein Kind in der Geburtsstunde der legendären Waldhof-Buben. Spielertypen wie ihm widmete das traditionelle Waldhof-Lied die dritte Strophe. In der heißt es "die Helfers Helfer schieben immer vor, dass die kleinen flinken Stürmer schießen Tor auf Tor."

Sportlicher Höhepunkt im Pokal

Ludwig Siffling wurde am 7. Oktober 1921 in Mannheim geboren.

Neben seinem Erstwohnsitz in Wörth hat der 91-Jährigein der Mannheimer Altrheinstraße eine zweite Bleibe.

Er trainierte von 1953 bis 1955 den VfR Bürstadt, mit dem er zweimal aufstieg sowie von 1955 bis 1957 den FV 08 Hockenheim. robo

Sifflings sportlicher Höhepunkt war das Erreichen des Finals um den Tschammer-Pokal (heute DFB-Pokal) 1940 in Berlin, das der SVW gegen den 1. FC Nürnberg 0:2 verlor. Am 15. Dezember 1952 bestritt er in Aschaffenburg sein letztes Spiel. Nach einer harten Attacke eines Gegenspielers verlor er sieben Zähne. Der rüstige Nestor, der bis heute seinem Verein im Carl-Benz-Stadion die Daumen drückt, schmunzelt längst über die damalige Aktion: "Die Platzwarte suchen die Zähne wohl bis heute noch." Sein offizielles Abschiedsspiel bestritt er 1972 auf der Sportanlage des ASV Feudenheim mit alten Weggefährten gegen das Deutsche-Meister-Team des VfR Mannheim von 1949.

1993 wurde er vom SVW mit der höchsten Auszeichnung, dem Ehrenring, bedacht. Nach dem inzwischen verstorbenen Rudolf Hahner und Walter Spagerer ist Siffling erst der dritte "Waldhöfer", der die 80-jährige Mitgliedschaft erreicht. Ihm zu Ehren lädt der "Club der Ehrenmitglieder und Goldnadelträger" am Abend zu einem Empfang im Klubhaus am Alsenweg. Erst vor wenigen Monaten, am 3. August 2012, enthüllte er gemeinsam mit Bürgermeister Lothar Quast die Gedenktafel am Geburtshaus seines Cousins Otto in der Hubenstraße 18, anlässlich dessen 100. Geburtstags. Siffling galt als harter Arbeiter. Beruflich bis zum 30. September 1983 bei den Benz-Werken in Mannheim und Wörth. Dort lebt er seitdem mit seiner jetzigen Lebensgefährtin.

© Mannheimer Morgen, Freitag, 01.02.2013
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