Ganz klar hat Sebastian Vettel herausgestellt, worum es ihm ab heute bei den ersten Testfahrten in Jerez gehen wird: Die Reifen. Die neuen Pirelli-Pneus werden allgemein als die wichtigste Änderung für die WM-Saison 2013 betrachtet, denn der italienische Hersteller liefert Gummimischungen, die noch tückischer sein werden als die vor allem zum Saisonbeginn 2012 heftig kritisierten Reifen.
Schneller, aber auch unberechenbarer; gutmütiger in der Kurve, aber auch viel höher im Verschleiß - die Formel-1-Saison droht, wie schon im vergangenen Jahr, vor allem am Anfang zum reinen Duell der Reifenversteher zu werden. Nur wer schnellstmöglich ein Rezept für schonendes Fahren findet und die perfekte Renntaktik in Sachen Reifen parat hat, kann sich Chancen auf einen Sieg ausrechnen. Alle anderen fahren erst einmal hinterher - die schwarzen Walzen dominieren (leider) wieder einmal den PS-Zirkus: Andere Aspekte wie Motorleistung, Aerodynamik und das Können der Fahrer treten viel zu sehr in den Hintergrund. Das ist schade, denn eigentlich sollte die Königsklasse des Motorsports nicht nur aus Boxenstopps und Reifenschonen bestehen.