DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR

Mittwoch, 28.09.2016

Suchformular
 
 

Lieber Leser, bitte aktivieren sie Cookies, um in den vollen Genuss unseres Angebotes zu kommen.

  • Drucken
  • Senden

Zwei Seiten der Medaille

Archiv-Artikel vom Dienstag, den 12.02.2013

Von Alexander Müller

Alexander Müller

Alexander Müller

© red

In der Diskussion um die angeblich steigende Fan-Gewalt im Fußball ist vieles schiefgelaufen. Wo Differenzierung notwendig ist, wurden zu oft völlig unterschiedliche Vorfälle in einem Topf verrührt und populistisch zubereitet: Der Platzsturm von Düsseldorf beispielsweise war eben keine Randale, erst recht keine Fan-Gewalt, sondern ein - zugegeben selten dämlicher - Ausdruck von Freude. Und dass einige Länder-Innenminister und Polizeigewerkschafter das Thema mit völlig übertriebenen Darstellungen zur eigenen Profilierung ausnutzen wollten, gehört genauso zur oft unterschlagenen Wahrheit, wie die erniedrigende Schikane, denen Gästeanhänger mancherorts ausgesetzt sind.

Das ist aber nur die eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite finden wir die hässliche Fratze derer, die den Fußball für ihre kriminellen Zwecke instrumentalisieren. Wer, wie in Kaiserslautern geschehen, Busse mit kleinen Kindern und Müttern angreift, der sollte definitiv einmal hautnah erleben, wie ein deutsches Gefängnis von innen aussieht. Warnschussarreste können für manchen Halbstarken eine heilsame Erfahrung sein.

Die übergroße Mehrheit der Anständigen und Vernünftigen unter den Fans darf nicht mehr nur über die zunehmenden Repressionen jammern, sie steht auch in der Pflicht: Die unerträgliche Solidarität mit den Chaoten in der Kurve (Stichwort: "Sektion Stadionverbot") muss endlich aufhören. Wer den randalierenden Block-Nachbarn meldet, ist kein Denunziant, sondern handelt zum Wohl seines Vereins und des Fußballs insgesamt.

DFB stößt an seine Grenzen

Der Fall Dynamo Dresden beweist, dass der DFB mit seiner bisherigen Politik der Bestrafung des gesamten Klubs für Ausschreitungen einer Minderheit an Grenzen stößt. Die Sachsen signalisieren ihre Überforderung mit dem Problem, das durch weitere Geisterspiele oder einen Ausschluss aus dem DFB-Pokal eher verschlimmert als gelöst wird. Denn eben jene Einnahmen fehlen dem Verein, um sie in die Fanarbeit zu stecken. Das ist übrigens das richtige Gebiet, in das die Bundesligisten ihre zusätzlichen TV-Millionen investieren sollten - Profis und Berater sind schon jetzt ausreichend versorgt.

© Mannheimer Morgen, Dienstag, 12.02.2013
  • Drucken
  • Senden
 
 
TICKER

Fußball

36 000 Mark - den Bayern zu viel

Als Jugendfußballer war Willi Schuster (64) beim SV Waldhof Ende der 1960er Jahre eine große Nummer. Aus dem TSV 47 Mannheim-Schönau hervorgegangen wechselte er nach der B-Jugend-Zeit zum großen Nachbarn ein paar Kilometer weiter südlich. Ehemalige Jugendspieler des SV Waldhof besuchten nun den an… [mehr]

Kegeln

Perfekter Saisonstart mit zwei Siegen

Lorsch. Nach dem überraschenden Punktgewinn gegen Meisterschaftsfavorit Kaiserslautern landete Nibelungen Lorsch II in der 2. Kegel-Bundesliga einen souveränen Sieg beim zweiten Rheinland-Pfalz-Vertreter TSV Schott Mainz. 7:1 (3393:3284) hieß es am Ende für die Gäste aus Hessen. [mehr]

Themen des Tages Newsletter

Die "Morgenweb"-Redaktion hält Sie mit den Themen des Tages auf dem Laufenden - am Arbeitsplatz, zu Hause oder im Urlaub. Geben Sie einfach Ihre E-Mail-Adresse ein:

Weitere Newsletter

Eitel Sonnenschein

Zweikampf am Limit: Hamilton will Rosbergs Lauf stoppen

Mit drei Siegen in Serie hat sich Nico Rosberg die Führung im Formel-1-Titelrennen zurückgeholt. Rivale Lewis Hamilton wirkt verunsichert. In Malaysia haben die Mercedes-Piloten aber auch ein gemeinsames Ziel. [mehr]

Handball

Löwen sind auf den Geschmack gekommen

Mannheim. Wenn Nikolaj Jacobsen auf die Ambitionen der Rhein-Neckar Löwen in der Champions League angesprochen wird, muss der Trainer der Badener nicht lange überlegen. "Der wichtigste Titel wird in der Bundesliga vergeben und da verdienen wir unser Geld", betont der Däne. Nachdem in der Champions… [mehr]

Fußball-Regionalliga

SVW vergibt zu viele Chancen

Mannheim. Er war das Sinnbild für die Partie des SV Waldhof Mannheim gegen den VfB Stuttgart II: Nikolas Hebisch. Und das, obwohl er mit Hornbrille auf der Nase und Smartphone in der Hand auf der Tribüne saß. Sein Blick ging gebannt auf den Rasen, seine Kollegen vermissten ihn dort schmerzlich… [mehr]

 

DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR