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Freitag, 24.03.2017

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Handball: Löwen-Managerin Kettemann über die Königsklasse

„Ab 2019 planen wir mit dem Spielort Heidelberg“

Von unserem Redaktionsmitglied Marc Stevermüer

Jennifer Kettemann ist nicht glücklich mit dem Gastspiel in Frankfurt.

© Binder

Mannheim. Kaum Fans, keine Stimmung: Die Champions-League-Partien der Rhein-Neckar Löwen in Frankfurt waren in der Regel Gruselauftritte vor einer Geisterkulisse. Vor dem heutigen Spiel (19 Uhr/Mannheimer SAP Arena) des Handball-Bundesligisten gegen GWD Minden zieht Managerin Jennifer Kettemann Bilanz.

Frau Kettemann, hatte Ihr Team in Frankfurt einen Heimvorteil?

Jennifer Kettemann: Dieser Spielort ist aus vielen Gründen sicher nicht die Ideallösung für uns. Deshalb freuen wir uns, dass es uns noch gelungen ist, die Partie gegen Kielce in Mannheim auszutragen. Klar ist: Das Achtelfinale und auch ein mögliches Viertelfinale werden wir in der SAP Arena spielen.

Jennifer Kettemann

Jennifer Kettemann wurde am 13. April 1982 in Frankenthal geboren.

Sie ist verheiratet und hat zwei Söhne.

Die Diplom-Betriebswirtin hat an der Dualen Hochschule in Mannheim studiert.

Seit 15. Mai 2016 ist sie Geschäftsführerin des Handball-Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen.

Haben Sie die Zuschauerzahlen in Frankfurt zufrieden gestellt?

Kettemann: Hier hatten wir uns mehr erwartet. Leider waren die Mannschaften in unserer Vorrundengruppe sportlich durchaus anspruchsvoll, aber keine Publikumsmagneten. Aufgrund der schlechten Anwurfzeiten, teilweise zu früh, gegen Szeged zu spät, verzichten viele Fans aus der Rhein-Neckar-Region zudem auf die Fahrt nach Frankfurt.

Was ist beim Gastspiel in Frankfurt unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten herausgekommen?

Kettemann: Die Zuschauerzahlen liegen leider - wie gesagt - deutlich hinter unseren Erwartungen. Verbunden mit den hohen organisatorischen und logistischen Kosten, die ein Spiel in der Fraport-Arena für uns bringen, sind Partien dort deshalb ein Zuschussgeschäft für uns.

Wie bewerten Sie die Vorrunde insgesamt unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten?

Kettemann: Die Champions League bleibt für uns in der Gruppenphase ein Zuschussgeschäft. Auch die Kosten für die vielen Reisen nach Osteuropa können die Einnahmen bei den Heimspielen nur teilweise auffangen. Erst ab der K.-o.-Phase lohnt sich für uns die Teilnahme, deshalb hoffe ich sehr, dass wir weiter kommen als in den vergangenen Jahren.

Im Achtelfinale kann es jetzt gegen den THW Kiel und im Viertelfinale gegen Barcelona gehen. Da wäre die SAP Arena zwei Mal ausverkauft. Waren Sie deswegen vielleicht gar nicht so unglücklich über die Niederlage gegen Szeged?

Kettemann: Wir wären schlechte Sportler, wenn wir uns über eine Heimniederlage freuen würden. Niemand verliert gerne, auch die Rhein-Neckar Löwen nicht. Rein wirtschaftlich betrachtet gefallen mir attraktive Heimspiele selbstverständlich sehr.

Ist der Standort Frankfurt für die nächste Saison noch eine Option?

Kettemann: Grundsätzlich fühlen wir uns dort sehr wohl, die Unterstützung der Stadt und der Fraport-Arena sind absolut vorbildlich. Was die zukünftigen Spiele der Champions League angeht, befinden wir uns im Austausch mit dem europäischen Verband EHF. Klar ist, dass wir schon aus Termingründen nicht alle Spiele in der SAP Arena austragen können und deshalb eine zweite Halle benötigen. Hier präferieren wir natürlich eine Spielstätte in der Rhein-Neckar-Region.

Was sagt die in diesen Fragen strenge EHF zu diesen Plänen?

Kettemann: Wir befinden uns in Gesprächen, eine Entscheidung ist noch nicht gefallen und das letzte Wort hat nun mal die EHF mit ihren Vorgaben an die Hallen. Ab 2019 planen wir mit der neuen Arena in Heidelberg als Ausweichspielort.

© Mannheimer Morgen, Samstag, 11.03.2017
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