DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR

Sonntag, 31.07.2016

Suchformular
 
 

Lieber Leser, bitte aktivieren sie Cookies, um in den vollen Genuss unseres Angebotes zu kommen.

  • Drucken
  • Senden

Formel 1: Für den 43 Jahre alten Rekord-Weltmeister hat nach einer rauschenden Partynacht gestern das „Rentnerdasein“ offiziell begonnen

Die Sieben als magische Zahl für Schumacher

Archiv-Artikel vom Dienstag, den 27.11.2012

Sao Paulo. Beim Feiern zeigte sich auch Michael Schumacher noch einmal in weltmeisterlicher Form. "Es war einfach eine Party, die einem Rheinländer und diesem Abschied angemessen war", sagte seine Managerin Sabine Kehm am Montag. Der Formel-1-Rekordweltmeister hatte sein gesamtes Team zur Sause in Sao Paulo eingeladen und bedankte sich noch einmal bei all seinen Fans und Wegbegleitern: "Ich habe die Zeit mit euch sehr genossen."

Als Schumacher nach der rauschenden Party am Montag aufwachte, begann endgültig sein neues Leben. "Die Ära Schumacher geht zu Ende - diesmal für immer", schrieb "Il Tempo" aus Italien. "Er ist ein großes Vorbild für die Jungen", ehrten ihn die Kollegen der "Gazzetta dello Sport". Auch in seinem letzten Rennen habe Schumacher Mut bewiesen.

Dass es auf dem siebten Platz beendete, war auch für Schumacher bezeichnend: 1991 hatte der Kerpener seine einmalige Karriere mit dem siebten Platz in der Qualifikation zu seinem Renndebüt in Spa-Francorchamps begonnen. Schumacher holte sieben Titel. Und in diesem Jahr ging er mit der Startnummer sieben an den Start. Dass auch noch die Quersumme seines Alters (43) in seinem letzten Formel-1-Jahr sieben ergibt, sei nur am Rande erwähnt.

Mehr als eine simple Geste

Dass er, "der in Ruhestand gehende Gladiator" ("Times") aber der Erste war, "der seinen Schützling - den neuen Champion - umarmte", war mehr als nur eine simple Geste unter großen Sportlern, die sich auf der Strecke und auch privat schätzen. Dass Schumacher seinem Nachfolger Platz am Ende des Großen Preises von Brasilien machte und der Hesse so zum letzten Piloten wurde, der Schumacher in einem Rennen überholte, war mehr als nur ein gefälliges Manöver zwischen zwei Freunden und Konkurrenten. Es war Sinnbild für den Generationenwechsel. "Ich bin sehr stolz auf ihn, das freut mich für ihn wahnsinnig. Es ist ein schöner Moment, ihm das Feld zu überlassen", sagte Schumacher, der nun womöglich mit ansehen wird, wie Vettel seine für einzigartig gehaltenen Rekorde jagen wird.

"Es hat Spaß gemacht, gegen ihn den vergangenen drei Jahren zu fahren", sagte Vettel respektvoll: "Was er in seiner Karriere erreicht hat, ist unglaublich. Die Leute tendieren dazu, zu vergessen, dass er so die Formel 1 zu seiner Zeit so beherrscht hat wie kein anderer Fahrer."

Zusammen werden die beiden deutschen Formel-1-Ikonen am dritten Adventswochenende in Bangkok wieder Gas geben. Nicht im weltmeisterlichen Vettel-Red-Bull und auch nicht im MercedesAMG, den Schumacher geschenkt bekam. Die beiden wollen beim Race of Champions ihren Titel in der Nationenwertung ein weiteres Mal verteidigen. Bei der dann gemeinsamen Feier dürften sie zusammen zu weltmeisterlicher Form auflaufen. dpa

© Mannheimer Morgen, Dienstag, 27.11.2012
  • Drucken
  • Senden
 
 
TICKER

Kontakt zur Sportredaktion

Telefon (ab 12 Uhr): 0621/392-1354
Fax: 0621/392-1616
 

Schreiben Sie uns eine E-Mail!

Themen des Tages Newsletter

Die "Morgenweb"-Redaktion hält Sie mit den Themen des Tages auf dem Laufenden - am Arbeitsplatz, zu Hause oder im Urlaub. Geben Sie einfach Ihre E-Mail-Adresse ein:

Weitere Newsletter

SV Waldhof

Personalsorgen vor der langen Reise in den Osten

Mannheim. Richtig glücklich ist Gerd Dais über die Reise in den fernen Osten nicht. "Das ist nicht mehr zu ändern. Jetzt machen wir halt das Beste daraus", sagt der Trainer von Fußball-Regionalligist SV Waldhof vor dem letzten Testspiel bei Zweitliga-Aufsteiger Erzgebirge Aue (heute, 14.30 Uhr… [mehr]

Nico Rosberg

Sport allgemein

Darauf muss man beim Großen Preis von Deutschland achten

Runde 12. Die Formel 1 startet in Deutschland. Zum ersten Mal wieder seit 2014. Und wie damals steht Nico Rosberg auf der Pole. Gewinnt er auch wie vor zwei Jahren? [mehr]

Jacobsen schiebt Kiel die Favoritenrolle zu

Handball-Meister Rhein-Neckar Löwen ist bei hochsommerlichen Temperaturen in die Vorbereitung auf die am 3. September gegen den SC Magdeburg beginnende Saison gestartet. [mehr]

Adler Mannheim (mit Video)

Jochen Hecht: "Aufhören ist nie schön"

431 Mal trug er das Trikot der Mannheimer Adler, 892 Mal lief er in der NHL auf - nun macht Jochen Hecht Schluss mit Eishocky, zumindest als Aktiver. Die Adler wollen ihn unbedingt halten. In welcher Funktion, ist noch unklar. [mehr]

 

DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR