DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR

Montag, 26.09.2016

Suchformular
 
 

Lieber Leser, bitte aktivieren sie Cookies, um in den vollen Genuss unseres Angebotes zu kommen.

  • Drucken
  • Senden

Formel 1: Bei Luca di Montezemolo sitzt der Schmerz über den verpassten WM-Titel tief

Ferrari-Boss greift Schumi an

Archiv-Artikel vom Dienstag, den 04.12.2012

Ein Bild aus harmonischeren Tagen: Ferrari-Chef Luca di Montezemolo und sein einstiges Paradepferd Michael Schumacher im April 2006.

© dpa

Rom. Im Schmerz über den verpassten Formel-1-Titel hat Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo Rekordweltmeister Michael Schumacher und Chefvermarkter Bernie Ecclestone attackiert. Der Firmenboss beklagte sich über Schumachers mangelnde Schützenhilfe im Saisonfinale. Es sei "eine gewisse Enttäuschung", dass der Mercedes-Star am Ende des entscheidenden Rennens Sebastian Vettel kampflos vorbeiziehen ließ, sagte Montezemolo der "Gazzetta dello Sport".

Vettel wurde durch das Manöver in Brasilien Sechster und mit drei Punkten Vorsprung auf Ferrari-Pilot Fernando Alonso Weltmeister.

Zudem wurmt Montezemolo die Kritik von Ecclestone am verspäteten Beschwerdebrief von Ferrari wegen eines strittigen Überholvorgangs von Vettel in Sao Paulo. "Mein Vater hat mich immer gelehrt, Respekt vor sehr alten Menschen zu haben. Vor allem, wenn sie nicht mehr in der Lage sind, ihre Worte zu kontrollieren", ätzte der Italiener in Richtung des 82 Jahre alten Ecclestone.

Der Brite hatte das Nachkarten von Ferrari als "Witz" bezeichnet und ein Gespräch mit Montezemolo angekündigt. Der Scuderia-Boss sprach Ecclestone im Gegenzug die Fähigkeit für seinen Posten ab. "Ein gewisses Alter ist inkompatibel mit der Übernahme von gewissen Aufgaben und Verantwortlichkeiten", sagte Montezemolo.

Die Enttäuschung über Schumacher begründete der Ferrari-Boss mit der gemeinsamen Vergangenheit. "Es handelt sich ja um einen Piloten, der Ferrari außergewöhnliche Momente geschenkt hat und dem wir sehr verbunden sind", erklärte Montezemolo.

Für Vettel Platz gemacht

Von 1996 bis 2006 fuhr der Deutsche für das Traditionsteam und holte in dieser Zeit fünf seiner sieben Titel. Bei seinem Abschiedsrennen im Mercedes hatte Schumacher dennoch für den Ferrari-Widersacher Vettel Platz gemacht. "Ich hätte mir von Michael Schumacher ein anderes letztes Rennen erwartet", meinte Montezemolo spitz.

Auch Alonso hat die Wut über die erneute Niederlage gegen Vettel anscheinend noch nicht überwunden. Wie die Teamführung verteidigte der Spanier beim Ferrari-Saisonausklang in Valencia abermals die Protesterwägungen des Rennstalls. Es sei richtig gewesen, dass Ferrari sich beim Weltverband für eine Klärung des Manövers von Vettel gegen den Franzosen Jean-Eric Vergne eingesetzt habe.

"Ehrlich gesagt, interessiert es mich nicht sehr viel, welche Meinung man in Deutschland oder anderswo über mich hat", fügte Alonso hinzu. dpa

© Mannheimer Morgen, Dienstag, 04.12.2012
  • Drucken
  • Senden
 
 
TICKER

Kontakt zur Sportredaktion

Telefon (ab 12 Uhr): 0621/392-1354
Fax: 0621/392-1616
 

Schreiben Sie uns eine E-Mail!

Themen des Tages Newsletter

Die "Morgenweb"-Redaktion hält Sie mit den Themen des Tages auf dem Laufenden - am Arbeitsplatz, zu Hause oder im Urlaub. Geben Sie einfach Ihre E-Mail-Adresse ein:

Weitere Newsletter

Fußball-Regionalliga

SVW vergibt zu viele Chancen

Mannheim. Er war das Sinnbild für die Partie des SV Waldhof Mannheim gegen den VfB Stuttgart II: Nikolas Hebisch. Und das, obwohl er mit Hornbrille auf der Nase und Smartphone in der Hand auf der Tribüne saß. Sein Blick ging gebannt auf den Rasen, seine Kollegen vermissten ihn dort schmerzlich… [mehr]

Diktatur in der Königsklasse vor dem Ende

Singapur. Chase Carey ist noch gar nicht richtig im Amt, doch das Ende der Ära von Bernie Ecclestone als Alleinherrscher hat der designierte Vorsitzende der Formel-1-Gruppe schon einmal eingeläutet. Nein, eine "Diktatur" werde es unter ihm in Zukunft nicht mehr geben, sagte Carey am Rande des Grand… [mehr]

Handball

Ekdahl du Rietz rettet Löwen einen Punkt

Szeged. Vier Sekunden verbleibende Spielzeit standen noch auf der Uhr in der Stadtsporthalle von Szeged, als sich Kim Ekdahl du Rietz den Ball krallte. Der Schwede ließ einen ungarischen Gegenspieler abprallen und wuchtete den Ball per Stemmschritt mit aller Gewalt zum 28:28 (13:12)-Endstand ins… [mehr]

Adler

Sechs-Punkte-Wochenende für die Adler

Die Mannheimer Adler haben am Wochenende die maximale Punkteausbeute eingefahren. Nach dem 4:1-Sieg am Freitag gegen Düsseldorf gewann die Mannschaft von Trainer Sean Simpson am Sonntag mit 4:2 in Wolfsburg. Die Tore für die Adler erzielten Marcus Kink, Danny Richmond, Brent Raedeke und Ronny… [mehr]

 

DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR