DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR

Samstag, 27.08.2016

Suchformular
 
 

Lieber Leser, bitte aktivieren sie Cookies, um in den vollen Genuss unseres Angebotes zu kommen.

  • Drucken
  • Senden

Radsport: Ex-Profi sagt bei Prozess gegen Fuentes aus

Jaksche belastet Dopingarzt

Archiv-Artikel vom Dienstag, den 12.02.2013

Jörg Jaksche sagte als Zeuge im Prozess um die "Operación Puerto" aus.

© dpa

Madrid. Im Prozess um die "Operación Puerto" hat der frühere deutsche Radprofi Jörg Jaksche den spanischen Dopingarzt Eufemiano Fuentes schwer belastet. Bei den Bluttransfusionen, denen er sich bei Fuentes unterzogen habe, sei es nur darum gegangen, "die Vorschriften zu umgehen", sagte der 36-Jährige vor Gericht in Madrid. Jaksche widersprach damit Aussagen des Mediziners, dieser habe sich ausschließlich um die Gesundheit der von ihm betreuten Sportler gesorgt. Schon bei den ersten Kontakten habe Fuentes ihm Anabolika, das Wachstumspräparat IGF-1 und eine Blutdoping-Behandlung angeboten. "Und er war stolz darauf", betonte Jaksche.

Der Ansbacher, der 2007 Doping gestanden und 2008 seine Karriere beendet hatte, war der erste Ex-Kunde von Fuentes, der in den Zeugenstand trat. Außerdem sollten auch die Ex-Fahrer Marcos Antonio Serrano und Ivan Basso gehört werden.

Auch Contador muss kommen

Der zweimalige Tour-de-France-Sieger Alberto Contador ist für den 22. Februar vorgeladen. Entgegen seinem Antrag muss der Spanier dann persönlich in Madrid erscheinen und kann nicht via Videokonferenz eine Aussage machen.

"Fuentes hat mit mir nie über Risiken gesprochen", berichtete Jaksche. Er sei sich teilweise nicht sicher gewesen, überhaupt sein eigenes Blut zurückgeführt zu bekommen. "Ich hätte sterben können", meinte der ehemalige Liberty-Seguros-Fahrer. Er betonte, Fuentes sei ihm von Saiz vorgestellt worden. "Niemand hat mich zum Doping gezwungen, aber das gehörte zum Radsport einfach dazu", sagte er.

Allein zwischen 2003 und 2006 soll Fuentes rund 200 Sportler betreut haben, und zwar nach eigener Aussage nicht nur Radprofis, sondern auch Fußballer, Tennisspieler, Boxer und Leichtathleten. Die Tätigkeit des gelernten Gynäkologen war im Vorfeld der Tour de France 2006 aufgeflogen. Bei der "Operación Puerto" beschlagnahmte die spanische Polizei im Mai 2006 in Laboren von Fuentes mehr als 200 Blutbeutel und weitere Dopingmittel. dpa

© Mannheimer Morgen, Dienstag, 12.02.2013
  • Drucken
  • Senden
 
 
TICKER

Kontakt zur Sportredaktion

Telefon (ab 12 Uhr): 0621/392-1354
Fax: 0621/392-1616
 

Schreiben Sie uns eine E-Mail!

Themen des Tages Newsletter

Die "Morgenweb"-Redaktion hält Sie mit den Themen des Tages auf dem Laufenden - am Arbeitsplatz, zu Hause oder im Urlaub. Geben Sie einfach Ihre E-Mail-Adresse ein:

Weitere Newsletter

Fußball-Regionalliga

Das heißeste Spiel 2016

Mannheim. Gefühlte 38 Grad, vom Verband verordnete Trinkpausen, das Carl-Benz-Stadion ein Glutofen: Regionalliga-Spitzenreiter SV Waldhof steht heute (14 Uhr) gegen den FC Homburg das heißeste Spiel des Jahres bevor. "Natürlich ist es bei solchen Temperaturen in der Mittagshitze nicht so prickelnd… [mehr]

Tagesschnellster

Sport allgemein

Verstappen Schnellster - Hamilton 30 Plätze nach hinten

Das erste Kräftemessen deutet auf einen packenden Start in die zweite Formel-1-Saisonhälfte hin. Max Verstappen, der 18-Jährige, ist der Tagesschnellste. Am Morgen ist Nico Rosberg noch top. Spitzenreiter Lewis Hamilton kassiert die einkalkulierten Strafplätze. [mehr]

Löwen

Schmid - die logische Lösung

Der Weltklasse-Spielmacher Andy wird Nachfolger von Uwe Gensheimer als Kapitän der Rhein-Neckar Löwen. Die Gelbhemden sind am Samstag im Pokal Favorit gegen Drittligist Hochdorf. [mehr]

Stürmer Wolf genießt Wohlfühlfaktor

David Wolf, Stürmer bei den Adler Mannheim, darf mit seinem Auftritt in der Champions Hockey League gegen Tappara Tampere mehr als zufrieden sein. Sein Erfolgsgeheimnis? "Spaß am Eishockey". [mehr]

 

DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR