DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR

 

Samstag, 23.08.2014

Suchformular
 
 

Lieber Leser, bitte aktivieren sie Cookies, um in den vollen Genuss unseres Angebotes zu kommen.

  • via Facebook teilen
  • Drucken
  • Senden

Fußball: BVB-Trainer reagiert auf Geständnis des HSV-Stars, Rot für Lewandowski mit provoziert zu haben, verärgert

Jürgen Klopp schimpft über van der Vaart

Jürgen Klopp war sauer. HSV-Spieler Rafael van der Vaart hatte zugegeben, "ein wenig Theater gemacht" und somit Lewandowskis Platzverweis provoziert zu haben.

© dpa

Dortmund. Der Rückschlag zur Unzeit drückte selbst einer Frohnatur wie Jürgen Klopp mächtig aufs Gemüt. Mit tief ins Gesicht gezogener Schirmmütze kommentierte der Dortmunder Trainer missmutig das deftige 1:4 (1:2) gegen den Hamburger SV: "Heute ist alles komplett gegen uns gelaufen. Es gehört zum Fußball dazu, dass man solche scheiß Tage erlebt, aber man könnte komplett auf sie verzichten."

Ausgerechnet vor dem Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League am Mittwoch bei Schachtjor Donezk (20.45 Uhr/ZDF) ging der Höhenflug seines zuletzt viermal siegreichen Teams zu Ende. Der Fußball-Lehrer brauchte eine Weile, um sich von der Niederlage zu erholen: "Nach dem Schlusspfiff habe ich gemerkt, das Leben geht weiter und endet nicht mit solch einem Dreck."

Missratene Generalprobe

Der deprimierende Auftritt seiner Mannschaft taugte wahrlich nicht als Mutmacher für die Reise zum ukrainischen Meister. Die Hamburger Doppel-Torschützen Artjoms Rudnevs (18./62. Minute) und Heung-Min Son (26./89.) bescherten dem ungewohnt schwachen BVB eine missratene Generalprobe. Klopp: "Wir waren heute nicht gut und haben verdient verloren. Am Mittwoch sollten wir besser sein."

Nur zwei der vergangenen sieben Spiele in Dortmund gingen an die Borussia. "Wir dürfen zu Hause einfach keine vier Tore kassieren", sagte Rückkehrer Nuri Sahin nach seinem Startelf-Debüt, "aber das Positive ist, dass wir am Mittwoch direkt Wiedergutmachung betreiben können." Allerdings muss der BVB dabei erneut auf Kevin Großkreutz verzichten.

Für die größte Aufregung sorgten allerdings die Entscheidungen von Manuel Gräfe. Der Schiedsrichter aus Berlin zückte nach einem Foul von Robert Lewandowski (31.) und minutenlanger Beratung mit seinen Assistenten eine vertretbare Rote Karte, zeigte aber dem mit viel Körpereinsatz protestierenden Rafael van der Vaart nur Gelb.

Dieser gab zu, den Tumult mit provoziert zu haben: "Der Schiedsrichter wollte keine Rote geben. Da habe ich ein wenig Theater gemacht", sagte er der "Bild am Sonntag". Darauf reagierte Klopp einen Tag später im WDR-Hörfunk verärgert: "Das ist der schlechteste Satz, den ich jemals gehört habe. Warum sagt er so etwas nachher?"

Zur Hektik nach der Rudelbildung trug auch das Publikum bei. Kurzfristig drohte das Spiel gar völlig aus den Fugen zu geraten, als der bei den BVB-Fans in Ungnade gefallene van der Vaart bei einem Eckball vor der Südtribüne von einem Gegenstand am Kopf getroffen wurde. Dieser Zwischenfall konnte die gute Stimmung des Niederländers am Ende der Partie jedoch nicht trüben: "Unglaublich. Wir haben das gefeiert wie die Meisterschaft."

Wie schon beim 3:2 im Hinspiel zwangen die Hamburger den Favoriten in die Knie. Selbst der Rückstand durch den frühen Treffer von Lewandowski (17.) zeigte keine negative Wirkung. Das stimmte HSV-Trainer Thorsten Fink euphorisch: "Damit konnte keiner rechnen nach der Heimniederlage gegen Frankfurt." dpa

© Mannheimer Morgen, Montag, 11.02.2013
  • via Facebook teilen
  • Drucken
  • Senden
 
 
TICKER

Kontakt zur Sportredaktion

Telefon (ab 12 Uhr): 0621/392-1354
Fax: 0621/392-1616
 

Schreiben Sie uns eine E-Mail!

Facebook Fans des Mannheimer Morgen

Newsletter

Die "Morgenweb"-Redaktion hält Sie auf dem Laufenden - am Arbeitsplatz, zu Hause oder im Urlaub. Geben Sie einfach Ihre E-Mail-Adresse ein:

Weitere Newsletter

weitere Sonderveröffentlichungen

Hier geht es zu weiteren Sonderveröffentlichungen im morgenweb

 

DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR