DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR

Montag, 23.01.2017

Suchformular
 
 

Lieber Leser, bitte aktivieren sie Cookies, um in den vollen Genuss unseres Angebotes zu kommen.

  • Drucken
  • Senden

Fußball: BVB-Trainer reagiert auf Geständnis des HSV-Stars, Rot für Lewandowski mit provoziert zu haben, verärgert

Jürgen Klopp schimpft über van der Vaart

Archiv-Artikel vom Montag, den 11.02.2013

Jürgen Klopp war sauer. HSV-Spieler Rafael van der Vaart hatte zugegeben, "ein wenig Theater gemacht" und somit Lewandowskis Platzverweis provoziert zu haben.

© dpa

Dortmund. Der Rückschlag zur Unzeit drückte selbst einer Frohnatur wie Jürgen Klopp mächtig aufs Gemüt. Mit tief ins Gesicht gezogener Schirmmütze kommentierte der Dortmunder Trainer missmutig das deftige 1:4 (1:2) gegen den Hamburger SV: "Heute ist alles komplett gegen uns gelaufen. Es gehört zum Fußball dazu, dass man solche scheiß Tage erlebt, aber man könnte komplett auf sie verzichten."

Ausgerechnet vor dem Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League am Mittwoch bei Schachtjor Donezk (20.45 Uhr/ZDF) ging der Höhenflug seines zuletzt viermal siegreichen Teams zu Ende. Der Fußball-Lehrer brauchte eine Weile, um sich von der Niederlage zu erholen: "Nach dem Schlusspfiff habe ich gemerkt, das Leben geht weiter und endet nicht mit solch einem Dreck."

Missratene Generalprobe

Der deprimierende Auftritt seiner Mannschaft taugte wahrlich nicht als Mutmacher für die Reise zum ukrainischen Meister. Die Hamburger Doppel-Torschützen Artjoms Rudnevs (18./62. Minute) und Heung-Min Son (26./89.) bescherten dem ungewohnt schwachen BVB eine missratene Generalprobe. Klopp: "Wir waren heute nicht gut und haben verdient verloren. Am Mittwoch sollten wir besser sein."

Nur zwei der vergangenen sieben Spiele in Dortmund gingen an die Borussia. "Wir dürfen zu Hause einfach keine vier Tore kassieren", sagte Rückkehrer Nuri Sahin nach seinem Startelf-Debüt, "aber das Positive ist, dass wir am Mittwoch direkt Wiedergutmachung betreiben können." Allerdings muss der BVB dabei erneut auf Kevin Großkreutz verzichten.

Für die größte Aufregung sorgten allerdings die Entscheidungen von Manuel Gräfe. Der Schiedsrichter aus Berlin zückte nach einem Foul von Robert Lewandowski (31.) und minutenlanger Beratung mit seinen Assistenten eine vertretbare Rote Karte, zeigte aber dem mit viel Körpereinsatz protestierenden Rafael van der Vaart nur Gelb.

Dieser gab zu, den Tumult mit provoziert zu haben: "Der Schiedsrichter wollte keine Rote geben. Da habe ich ein wenig Theater gemacht", sagte er der "Bild am Sonntag". Darauf reagierte Klopp einen Tag später im WDR-Hörfunk verärgert: "Das ist der schlechteste Satz, den ich jemals gehört habe. Warum sagt er so etwas nachher?"

Zur Hektik nach der Rudelbildung trug auch das Publikum bei. Kurzfristig drohte das Spiel gar völlig aus den Fugen zu geraten, als der bei den BVB-Fans in Ungnade gefallene van der Vaart bei einem Eckball vor der Südtribüne von einem Gegenstand am Kopf getroffen wurde. Dieser Zwischenfall konnte die gute Stimmung des Niederländers am Ende der Partie jedoch nicht trüben: "Unglaublich. Wir haben das gefeiert wie die Meisterschaft."

Wie schon beim 3:2 im Hinspiel zwangen die Hamburger den Favoriten in die Knie. Selbst der Rückstand durch den frühen Treffer von Lewandowski (17.) zeigte keine negative Wirkung. Das stimmte HSV-Trainer Thorsten Fink euphorisch: "Damit konnte keiner rechnen nach der Heimniederlage gegen Frankfurt." dpa

© Mannheimer Morgen, Montag, 11.02.2013
  • Drucken
  • Senden
 
 
TICKER

Kontakt zur Sportredaktion

Telefon (ab 12 Uhr): 0621/392-1354
Fax: 0621/392-1616
 

Schreiben Sie uns eine E-Mail!

Themen des Tages Newsletter

Die "Morgenweb"-Redaktion hält Sie mit den Themen des Tages auf dem Laufenden - am Arbeitsplatz, zu Hause oder im Urlaub. Geben Sie einfach Ihre E-Mail-Adresse ein:

Weitere Newsletter

SV Waldhof

Masters bildet Rahmen für Testspielsieg in Regensburg

Mannheim. Eine Woche vor dem Start ins Trainingslager an die türkische Riviera hat der SV Waldhof in der Vorbereitung am Wochenende noch einmal ordentlich Fahrt aufgenommen und neben dem zweitägigen Auftritt beim MorgenMasters am spielfreien Samstag auch noch erfolgreich einen Test beim… [mehr]

F1-Boss

Sport allgemein

Zeitenwende in der Formel 1: Kein Platz mehr für Ecclestone

Die Formel 1 steht vor dem Ende einer Ära. Nach Medienberichten soll Bernie Ecclestone von seinem Posten als allmächtiger Geschäftsführer schon bald zurücktreten. Der neue Besitzer Liberty Media hat scheinbar keinen Platz mehr für den 86-Jährigen. [mehr]

Handball

Hoffnungsträger einer stolzen Nation

Rouen. In seiner mazedonischen Heimat reihen sich die Lobeshymnen auf ihn aneinander. Dabei ist Filip Taleski weder ein Handball-Held noch ein Weltklassespieler wie sein Landsmann Kiril Lazarov, mit dem er immer wieder verglichen wird. Der 20-Jährige ist ein Megatalent - und damit der… [mehr]

MacMurchy lebt Sieg-Gier vor

Beim 4:3-Sieg nach Penaltyschießen gegen die Eisbären Berlin war Ryan MacMurchy der gefeierte Mann bei den Mannheimer Adlern. Mit seinen drei Treffern sicherte der Torjäger der Mannschaft von Trainer Sean Simpson immerhin zwei Punkte. [mehr]

 

DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR