DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR

Sonntag, 25.09.2016

Suchformular
 
 

Lieber Leser, bitte aktivieren sie Cookies, um in den vollen Genuss unseres Angebotes zu kommen.

  • Drucken
  • Senden

Formel 1: Mit dem Sieg beim Großen Preis von Südkorea rast der Heppenheimer an die WM-Spitze / Alonso Dritter

Vettel in großer Partylaune

Archiv-Artikel vom Montag, den 15.10.2012

Perfekt vorbereitet - auch auf Sektduschen: Red-Bull-Technikchef Adrian Newey und Sebastian Vettel.

© dpa

Yeongam. Aus der Red-Bull-Garage von Yeongam dröhnten noch lange die Technoklänge, die fast leeren Champagnerflaschen lieferten den Beweis für den dritten Sieg des Formel-1-Doppelweltmeisters in Serie und die Ablösung von Fernando Alonso an der WM-Spitze. Sebastian Vettel war so richtig in Partylaune. "Wir werden heute noch was trinken zusammen, bevor es dann ans Zusammenpacken geht", versprach der Heppenheimer nach dem 25. Grand-Prix-Erfolg seiner Karriere, den er schon im Ziel und auf dem Podium übermütig gefeiert hatte. Sein zweitplatzierter Teamkollege Mark Webber und der missgelaunte Alonso auf Rang drei waren bei den Jubelszenen nur Staffage.

Beste Hattrick-Aussichten

Mit dem Sieg beim Großen Preis von Südkorea nur eine Woche nach dem Suzuka-Triumph hat Vettel den vormals schon weit enteilten Ferrari-Star Alonso endlich überholt. In die verbleibenden vier Saisonrennen nimmt Vettel nun sechs Punkte Vorsprung auf den Spanier und steht erstmals seit fünf Monaten wieder an der WM-Spitze. "Das ist einfach nur fantastisch. Das war ein wirklich tolles Rennen, es lief perfekt für uns", schwärmte der Hesse, der wieder beste Aussichten hat, den Titel-Hattrick perfekt zu machen. "Ich hoffe, dass wir den Lauf mitnehmen können in die restlichen Rennen."

Spätestens seit Japan am vorigen Sonntag fährt Red Bull wieder in einer eigenen Liga. Wie zum Beweis sorgte Webber als Zweiter für den ersten Bullen-Doppelsieg der Saison. Alonso ist mit 209 Punkten nur noch Vettel-Jäger. "Wir müssen zufrieden sein. Red Bull ist momentan schwer zu schlagen", bekannte der Asturier. Teilnahmslos sah er auf dem Podium mit an, wie Vettel dem mit einer Taucherbrille geschützten Red-Bull-Design-Guru Adrian Newey den Sieger-Schampus aufs kahle Haupt spritzte.

Vettel hat nun wieder alles selbst in der Hand. Mit dem inzwischen 25. Sieg seiner Karriere zog der erst 25-Jährige mit den Legenden Niki Lauda und Jim Clark gleich. Zuletzt hatte er die WM im Mai nach dem Grand Prix in Spanien angeführt, danach war Alonso davongezogen. Doch dank einer Technikoffensive startete Vettel eine furiose Aufholjagd, die er nun mit der blitzsauberen Siegesserie im Herbst und der Maximalausbeute von 75 Punkten in drei Rennen krönte. Nur ganz zum Ende des 16. WM-Laufs musste der Deutsche noch einmal zittern, als seine Vorderreifen stark abbauten. Doch er rettete den Sieg und erhielt ein dickes Lob von Teamchef Christian Horner: "Brillant, Seb. Fantastische Fahrt."

Völlig losgelöst war Vettel nach der Zieleinfahrt seinen jubelnden Mechanikern in die Arme gefallen und hatte seiner Crew ein Sonderlob für den perfekten Asien-Trip mit zwei Siegen gezollt. "Die Jungs haben Energie und Motivation, das ist unglaublich", sagte der Heppenheimer, der sich im Titelkampf wohl endgültig nur noch auf Alonso konzentrieren muss. Lotus-Pilot Kimi Räikkönen, der Fünfter wurde und nun 167 Punkte hat, sowie der zehntplatzierte Lewis Hamilton (153) und Webber (152) haben nur noch minimale Titelchancen. "Die Logik sagt, dass es das vermutlich für mich war mit dem Sieg in der Weltmeisterschaft", bekannte Hamilton.

Schwarzer Tag für Mercedes

Auch dessen künftiger Arbeitgeber Mercedes erlebte erneut einen rabenschwarzen Tag. Wie schon in Suzuka blieb das Werksteam ohne Punkt. Nico Rosberg wurde wieder eine Kollision in der ersten Runde zum Verhängnis. Diesmal mit Sauber-Pilot Kamui Kobayashi, der gleich auch noch für das Rennaus von Hamiltons Teamkollegen Jenson Button sorgte. Stallrivale Michael Schumacher kam zwar ins Ziel, wurde aber nur 13. "Es gibt Rennen, in denen einfach nichts zusammenpasst, die man schnell abhaken muss. Dies war eines dieser Rennen", klagte Schumacher, dem eine deprimierende Abschiedstournee droht. Timo Glock kam im Marussia als 18. ins Ziel. dpa

© Mannheimer Morgen, Montag, 15.10.2012
  • Drucken
  • Senden
 
 
TICKER

Kontakt zur Sportredaktion

Telefon (ab 12 Uhr): 0621/392-1354
Fax: 0621/392-1616
 

Schreiben Sie uns eine E-Mail!

Themen des Tages Newsletter

Die "Morgenweb"-Redaktion hält Sie mit den Themen des Tages auf dem Laufenden - am Arbeitsplatz, zu Hause oder im Urlaub. Geben Sie einfach Ihre E-Mail-Adresse ein:

Weitere Newsletter

Fußball-Regionalliga

SVW vergibt zu viele Chancen

Mannheim. Er war das Sinnbild für die Partie des SV Waldhof Mannheim gegen den VfB Stuttgart II: Nikolas Hebisch. Und das, obwohl er mit Hornbrille auf der Nase und Smartphone in der Hand auf der Tribüne saß. Sein Blick ging gebannt auf den Rasen, seine Kollegen vermissten ihn dort schmerzlich… [mehr]

Diktatur in der Königsklasse vor dem Ende

Singapur. Chase Carey ist noch gar nicht richtig im Amt, doch das Ende der Ära von Bernie Ecclestone als Alleinherrscher hat der designierte Vorsitzende der Formel-1-Gruppe schon einmal eingeläutet. Nein, eine "Diktatur" werde es unter ihm in Zukunft nicht mehr geben, sagte Carey am Rande des Grand… [mehr]

Handball

Ekdahl du Rietz rettet Löwen einen Punkt

Szeged. Vier Sekunden verbleibende Spielzeit standen noch auf der Uhr in der Stadtsporthalle von Szeged, als sich Kim Ekdahl du Rietz den Ball krallte. Der Schwede ließ einen ungarischen Gegenspieler abprallen und wuchtete den Ball per Stemmschritt mit aller Gewalt zum 28:28 (13:12)-Endstand ins… [mehr]

Adler

Sechs-Punkte-Wochenende für die Adler

Die Mannheimer Adler haben am Wochenende die maximale Punkteausbeute eingefahren. Nach dem 4:1-Sieg am Freitag gegen Düsseldorf gewann die Mannschaft von Trainer Sean Simpson am Sonntag mit 4:2 in Wolfsburg. Die Tore für die Adler erzielten Marcus Kink, Danny Richmond, Brent Raedeke und Ronny… [mehr]

 

DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR