Spargelkönigin

Spargelkönigin Jury entscheidet sich für Nadine Tannreuther als Nachfolgerin von Stefanie II. / Inthronisation am 9. Juni

"Kein schüchternes Mädchen"

Lampertheim.Nadine Tannreuther wird Lampertheims neue Spargelkönigin. Das hat der Spargelrat am Mittwochabend entschieden und Bürgermeister Gottfried Störmer gestern in einem Pressegespräch mitgeteilt. Einstimmig habe sich das Gremium für die 26-Jährige entschieden, teilt Störmer mit. Mehrere Bewerberinnen hätten zur Auswahl gestanden. Eine genaue Zahl wurde aber auch dieses Mal nicht verraten. Mit ihrer offenen und selbstsicheren Art habe die junge Frau das Gremium überzeugt, erläutert Störmer die Entscheidung. Als Spargelkönigin, die die Stadt Lampertheim und das Gemüse repräsentieren soll, sei es wichtig, auf Menschen zugehen zu können. "Nadine ist kein schüchternes Mädchen", betont er.

Ohne Zögern

Offen und freundlich - so kommt Nadine Tannreuther auch im ersten Pressegespräch rüber. Flott und frei erzählt sie von sich, antwortet ohne Zögern auf die Fragen der lokalen Presse. Auch wenn sie keine waschechte Lampertheimerin, sondern in München geboren sei, fühle sie sich doch mit der Spargelstadt verbunden, bekennt die junge Frau. Schließlich habe sie hier ihre Kindheit und Jugend verbracht. Inzwischen lebe und arbeite sie überwiegend in Wiesbaden, doch ihren ersten Wohnsitz habe sie nach wie vor im Haus ihrer Eltern Anita und Siegfried Tannreuther. Kontakt in die Spargelstadt hält sie vor allem auch über den Tennisclub Rot-Weiß. Hier spielt sie in der ersten Damen-Mannschaft, mit der sie in der vergangenen Saison den Aufstieg in die Bezirksliga A geschafft hat. "Wir spielen, seit wir zwölf Jahre alt sind, in einem Team, das schweißt zusammen", verrät sie das Erfolgsgeheimnis ihrer Mannschaft.

Ausdauer ist also offenbar eine ihrer Stärken - nicht nur auf dem Sandplatz. Das wird der jungen Frau, die einige Jahre in München Medien- und Kommunikationsdesign studiert, an der Hochschule Darmstadt ihren Master gemacht hat und inzwischen freiberuflich arbeitet, auch im Amt der Spargelkönigin zugute kommen. Denn das macht Bürgermeister Störmer deutlich: "Da braucht es einiges an Kraft und Energie, aber man kommt auch gestärkt aus dem Amt heraus."

Fürs Ausgefallene

Das hat Tannreuther schon von Vorgängerinnen gehört. Herauszufinden, warum die meisten traurig waren, als es vorbei war, nennt sie als einen Ansporn für ihre eher spontane Bewerbung. Mit dem Spargelanbau hat Tannreuther bisher wenig Erfahrung, doch mit dem Kochen und Essen der zarten Stangen kennt sie sich aus. Am liebsten mag sie Spargel mit Erdbeeren geschichtet und Parmesan im Ofen überbacken. "Das könnte ich jeden Tag essen", bekennt sie. Der klassischen Variante mit Schinken und Sauce Hollandaise hingegen kann sie weniger abgewinnen: "Das ist mir zu wuchtig."

Alles Wichtige, das sie über die Pflanze, ihren Anbau, die Zucht und die Vermarktung wissen muss, wird die künftige Spargelkönigin noch von den Lampertheimer Landwirten vermittelt bekommen. "Da bekommen Sie noch einen Intensivkurs, das wissen Sie nur noch nicht", erklärt Störmer und lässt keinen Zweifel daran, dass Tannreuther ab dem Tag ihrer Amtseinführung Expertin für Spargel sein wird.

Nach Nadine Isabel Schönhardt, der Repräsentantin aus dem Jahr 2012, ist Nadine Tannreuther übrigens die zweite Nadine im Amt. Als dann 15. Lampertheimer Spargelkönigin wird sie bei der Eröffnung des Spargelfests am Freitag, 9. Juni, als Nadine II. inthronisiert und Nachfolgerin von Stefanie II.

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