Lampertheim

Lokales Gesundheitsforum Vortrag über Apnoe-Syndrom

Wenn im Schlaf der Atem stockt

Lampertheim.Im Rahmen des Lokalen Gesundheitsforums gibt es am Donnerstag, 27. April, im Sitzungssaal des Stadthauses einen Vortrag unter den Titel "Wenn dem Schlaf der Atem stockt". Referent ist Prof. Dr. med. Karl Hörmann, Direktor der HNO-Klinik an der Universitätsmedizin Mannheim (UMM). Zu seinem Arbeitsgebiet gehört das schlafmedizinische Zentrum (Schlaflabor) mit 30 Polysomnographieplätzen.

Die Moderation des Abends übernimmt der Lampertheimer Facharzt für Innere Medizin Dr. med. Karl-Wilhelm Klingler. Veranstalter sind die Selbsthilfegruppe Schlafapnoe/Atemstillstand Kreis Bergstraße, Lampertheim und Umgebung, das Gesundheitsnetz der Ärzteschaft Lampertheim (GALA) und die Volkshochschule Lampertheim. Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr. Bereits ab 18.30 Uhr können Interessierte sich in einer Produktausstellung über Hilfsmittel und Therapiegeräte für Schlafapnoepatienten informieren. Der Eintritt ist frei.

Zehn Jahre Selbsthilfegruppe

In diesem Jahr kann die Schlafapnoe-Selbsthilfegruppe (SHG) im Kreis Bergstraße mit der SHG Lampertheim ihr zehnjähriges Bestehen feiern. Mittlerweile werden über 800 Betroffene im Kreis Bergstraße betreut. Aufgaben und Ziele der SHG sind die Aufklärung über das Syndrom, Hilfe zur Selbsthilfe durch Erfahrungsaustausch mit Betroffenen, Zusammenarbeit mit Fachärzten, Schlaflaboren, Geräteherstellern und anderen Gruppen.

Mehr als die Hälfte der Erwachsenen Frauen und Männer in Deutschland schnarchen. Oft ist das Schnarchen ein Symptom für schlafbezogene Atemstörungen durch verengte Atemwege. Lautes und unregelmäßiges Schnarchen aber deutet in der Regel auf eine obstruktive Schlafapnoe hin. Davon sind etwa vier Prozent der Männer und zwei Prozent der Frauen zwischen 40 und 70 Jahren betroffen.

Experten gehen - so heißt es in der Pressemitteilung - bundesweit von rund 4,5 Millionen Betroffenen aus. Viele wüssten aber gar nicht, dass sie betroffen sind. Deutliche Indikatoren seien, wenn lautes, unregelmäßiges Schnarchen durch Atemstillstände (Apnoen) von mehr als zehn Sekunden Dauer unterbrochen wird. Die Ursachen solcher Atemblockaden liegen in einer im Schlaf stattfindenden übermäßigen Erschlaffung der den Rachen umgebenden Muskulatur. Die den Apnoen folgenden Weckreaktionen stören, so die Pressemitteilung weiter, die geordnete Schlafstruktur, was zu extremer Tagesmüdigkeit, Leistungsminderung und Beeinträchtigung von Sozialleben und Partnerschaft bis hin zu Krankheitsformen, die Hirn, Herz und Kreislauf beeinflussen.

Vielfältige Symptome

Die Symptome seien vielfältig, heißt es weiter: ständige Müdigkeit und Einschlafzwang am Tag, Konzentrationsschwäche sowie eine verminderte geistige und körperliche Leistungsfähigkeit. Aber auch Symptome wie Nervosität und Gereiztheit, morgendliche Kopfschmerzen, Alpträume, Depressionen und sexuelle Störungen können Schlafapnoe als Ursache haben. Besonders Menschen mit Übergewicht gehören zu den Risikogruppen. Zu den Faktoren, die das Risiko einer Erkrankung verstärken, gehören neben Rauchen, Alkoholgenuss und üppigen Mahlzeiten am Abend, Schlaf- und Beruhigungsmittel sowie unregelmäßige Schlafzeiten. zg

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