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Handball Umjubelter

SGL entzaubert Hüttenberg

Leutershausen.Soviel zum Thema zweitligatauglich. Dass die Handballer der SG Leutershausen in diese Liga gehören, bewiesen sie gestern mehr als eindrucksvoll. Vor 700 Zuschauern in der Heinrich-Beck-Halle fegte die Mannschaft von Trainer Marc Nagel Aufstiegsaspirant TV Hüttenberg mit 25:17 (12:10) aus der Halle. "Stark. Alle. Wir haben alle gebraucht und alle waren da", sagte Nagel, dem nach Galaauftritt seiner Mannschaft nach dem Abpfiff die Worte fehlten.

SGL-Torhüter Alexander Hübe lief am Vorabend seines 34. Geburtstags zu einer Form auf, die ihn selbst zu verwundern schien. "Ich weiß auch nicht, was heute los war. Ich wurde eben ein paar Mal auf der Flucht erschossen", übte sich "Hübi" in Understatement. Mit 17 Paraden zog Leutershausens Schlussmann den Hüttenberger Gästen den Zahn und riss seine Vorderleute förmlich mit. "Wir hatten jetzt einige Negativerlebnisse. Aber der Trend ging wieder nach oben. Und heute wusste jeder worum es geht. Es war einfach eine geile Mannschaftsleistung", sagte Hübe.

In der Tat war es ein Spiel, in dem jeder Zuschauer merkte, wer den Sieg wollte - die SGL. In der Abwehr machten Matthias Conrad, Stefan Salger, Jonas Kupijai und Alexander Kubitschek die Mitte dicht. Im Angriff wurde der Umstand kompensiert, ohne Rechtsaußen zu spielen. Stattdessen setzte Nagel auf zwei Kreisläufer und schaffte damit Raum für die teuflischen Rückraumwerfer Stefan Salger und Valentin Spohn.

Zwar kamen die Hüttenberger nach zwei nicht geahndeten Fouls und dem erneut nicht überzeugenden SGL-Überzahlspiel von 11:8 noch einmal auf 11:10 heran, doch diesmal behielten die Gastgeber die Nerven, Philipp Bauer bediente Alex Kubitschek am Kreis und es hieß 12:10.

In der zweiten Hälfte machte der Tabellendritte gar keinen Stich mehr. Beim 19:12 (43.) durch Bauer hatte Leutershausen die Weichen längst auf Sieg gestellt. Nach Hübes 17. Parade (56.) kam dann Moritz Mangold ins Tor. Sein erster Bundesliga-Treffer zum 25:17-Endstand in den leeren Hüttenberger Kasten setzte dem Feier-Abend die Krone auf.

SGL: Hübe, Mangold (ab 56.); Salger (7), Räpple (3/3), Kupijai, Ruß (4), Bauer (3), Spohn (5), Kubitschek (1), Conrad, Karpstein, Möler (1). AT

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