Santiago de Chile.
Auf einem neuen Video sind die seit Wochen in einer chilenischen Kupfer- und Goldmine eingeschlossenen Bergleute bei guter Gesundheit und zuversichtlich zu sehen. In der etwas mehr als dreiminütigen Aufnahme wirken die Männer im Vergleich zu einem ersten Video aus der vergangenen Woche gestärkt und gut gelaunt.
Während sie vor fast einer Woche unrasiert, verschmutzt und mit bloßen Oberkörpern in 700 Meter Tiefe in die Minikamera sahen, sind sie auf dem von der Zeitung "El Mercurio" gestern veröffentlichten Video rasiert, besser ernährt und tragen rote Hemden. In der Aufnahme ohne Ton winken sie in die Kamera und halten eine chilenische Flagge hoch.
Gestern sollte ihnen durch eine Versorgungsröhre erstmals eine warme Mahlzeit in die Tiefe geschickt werden: Reis mit Hackfleisch oder Hühnchen. Bisher hatten sie belegte Brote, Joghurt, Wasser und Spezialnahrung erhalten.
Seit einem Stolleneinsturz am 5. August harren die 33 Chilenen und ein Bolivianer unter Tage aus. Das ist länger als bei allen anderen bekannten Grubenunglücken der neueren Geschichte. Wenn alles nach Plan verläuft, werden die Arbeiter noch vor Weihnachten einer nach dem anderen über einen Schacht nach oben gezogen. dpa
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