Über Windkraftgewinnung entlang der Bergstraße und auf dem Odenwal-Kamm diskutierten jetzt die liberalen Gemeinderäte und Vorstände der FDP-Ortsverbände aus Schriesheim und Hirschberg.
Grundsätzlich befürworteten Gemeinderat Oliver Reisig aus Hirschberg, Stadtrat Wolfgang Renkenberger aus Schriesheim, Kreisrat Hartmut Kowalinski sowie die Vorsitzenden Andreas Maier (Hirschberg) und Ingo Kuntermann (Schriesheim) das Bürgerengagement und die Beteiligung an lokaler Energiegewinnung wie etwa durch die Hirschberger Genossenschaft "Hohe Waid".
Auch weiterhin würden sich jedoch sichtbare Windräder "mit dem nervenden Dauerrauschen über den Köpfen" nicht mit Ökologie, Landschaftspflege und Tourismus vertragen. Nicht nur hierbei stimmten die Liberalen nach eigener Einschätzung dem BUND-Funktionärs Harry Neumann aus Rheinland-Pfalz zu. Dessen Aussage, es würde "unter dem Deckmantel der Energiewende eine Goldgräberstimmung über die Maßen forciert", wiege schwer, so Ingo Kuntermann, der kritisierte: "Grünrot macht sich für den Ausbau der Windenergie auch in Schutz- und Waldgebieten stark."
Um Windkraft durch Bürger-Genossenschaften nutzen zu lassen, habe die frühere Landesregierung unter FDP-Wirtschaftsminister Pfister bereits einen Windkraft-Atlas für Baden-Württemberg erstellt: "Damit kann die Diskussion um ideale Standorte versachlicht werden." Die Flächen für optimale Windkraftnutzung seien darin ausgewiesen: "Die Bergstraße gehört nicht dazu." -tin
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