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Mittwoch, 23.05.2012

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Reisebericht: Beeindruckende Erlebnisse im Westen der USA / Von San Francisco über einige Nationalparks nach Las Vegas

Zwischen Natur und Großstadt

ach einem langen Flug über den Atlantik und quer über das nordamerikanische Festland, begeistert der Anblick auf San Francisco. Speziell die bekannteste Sehenswürdigkeit, die Golden Gate Bridge, zieht den Reisenden, wenn nicht gerade der typische Nebel über der Stadt liegt, in seinen Bann.

Nach Fingerabdruckscanner und Passkontrollen gibt es die Erlaubnis, in die Vereinigten Staaten einzureisen. Mit der S-Bahn geht es anschließend in das Herz der Metropole, in die Menschenmassen von "The City". Nach wenigen Minuten fällt bereits die lockere und freundliche Art fast aller Menschen auf, die stets hilfsbereit und bemüht sind. Eine Besonderheit für Deutsche, aber eine Erfahrung, die man während der gesamten dreiwöchigen Reise machen durfte.

Sowohl der Ausflug in das Hafenviertel "Fisherman's Wharf", eine von kleinen Läden und Verkaufsständen nur so überlaufende, sehr bunte und einfallsreiche Touristenattraktion rund um den Pier 39, als auch die Schifffahrt zu und der Rundgang auf der berühmt-berüchtigten Gefängnisinsel Alcatraz sind unvergessliche Erlebnisse. Auch der Spaziergang am Ufer der großen Pazifikbucht, mit Blick auf das Fotomotiv schlechthin in Kalifornien, die Golden Gate Bridge, ist sehr schön.

Eine weitere Besonderheit in der Stadt sind die sehr steilen Straßen, die doch einen ungewöhnlichen Anblick bieten, und die darauf fahrenden, legendären Cable Cars. Mit dieser alten Straßenbahn, die an Stahlseilen unter der Straßenoberfläche gezogen wird, geht es zur Lombard Street. Diese weltbekannte Straße ist die kurvenreichste der Welt. Aufgrund des steilen Hangs, an dem sie liegt, hat man die Straße mit vielen Serpentinen gebaut, die man von unten auch wie eine am Hang anlehnende Leiter sehen kann.

Nach mehreren Tagen San Francisco führt die Reise nun mehrere Etappen in Richtung Osten. Sacramento, die Hauptstadt Kaliforniens und ihr toll gemachtes Eisenbahnmuseum liegt auf dem Weg nach South Lake Tahoe, einer kleinen Stadt am Rande des Lake Tahoe, inmitten der Sierra Nevada. Die Zeit an diesem riesigen alpinen See ist erholsam, da er sowohl die Idylle der kieferbewaldeten Berglandschaft als auch weitläufige Sandstrände zu bieten hat. Vor allem bei den US-Amerikanern selbst ist diese Region ein sehr beliebtes Reiseziel und ein guter Tipp auch für Reisende aus Europa. Weiter geht die Fahrt dann durch die weiten Ödlandschaften Nevadas über die "einsamste Straße Amerikas", den Highway 50, der seinem Spitznamen wirklich alle Ehre macht. Lange Zeit sieht man niemanden - nur den einen oder anderen wohl verrückten Radfahrer, dem die meilenlange Einsamkeit wohl gefällt. Nach der langen Tour durch die Menschenleere, folgt der Höhepunkt der Reise: Der eher unbekannte Nationalpark Bryce Canyon ist atemberaubend. Vor allem im Licht der aufgehenden Sonne ist der beeindruckende Anblick der unzähligen, natürlich geformten Sandsteinformationen mehr als sehenswert. Auch eine Wanderung durch die fantastische Welt ist sehr zu empfehlen, allerdings bei heißem Sonnenwetter sehr anstrengend. Nach diesen Eindrücken kann selbst der weltberühmte Grand Canyon mit seinen unglaublich tiefen Schluchten kaum mehr beeindrucken. Nach Besuchen in mehreren Nationalparks, darunter auch im Arches National Park mit seinen riesigen Sandsteinbögen, erwartet einen in der Spielhölle Las Vegas das komplette Kontrastprogramm. Mit den vielen Kasinos und glitzernden, glamourösen Shows ist die Stadt wie eine andere Welt im Vergleich zu den ruhigen und weiten Landschaften der Nationalparks.

Nach dem Halt in Las Vegas geht es dann wieder in Richtung Pazifikküste und auf der malerischen Küstenstraße, dem Highway Nummer 1, zurück nach San Francisco zum Flughafen und von dort aus schließlich wieder nach "Good old Germany". Michael Würz

© Bergsträßer Anzeiger, Mittwoch, 11.08.2010

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    Quelle: Deutsche Bank / Realtime Indikation

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