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Zwangsversteigerung

Archivartikel

Der endgültige Abschluss des Zwangsversteigerungsverfahrens

Kurzinterview mit Jürgen Grether, Geschäftsführer von immobilienpool.de

immomorgen.de: Herr Grether, ab wann ist das Zwangsversteigerungsverfahren endgültig abgeschlossen?

Grether: Sobald das bare Meistgebot im Termin und die Grunderwerbsteuer an die Gemeinde bezahlt sind, berichtigt das Gericht automatisch das Grundbuch. Es trägt also den Ersteigerer als neuen Eigentümer in das Grundbuch ein und löscht alle Grundpfandrechte und sonstigen Belastungen, die nach den Versteigerungsbedingungen nicht bestehen geblieben sind. Es wird auch letztendlich der Zwangsversteigerungsvermerk gelöscht.

immomorgen.de: Und der neue Eigentümer muss hierfür nichts mehr unternehmen?

Grether: Ja, das Zwangsversteigerungsgericht erledigt den Rest von Amts wegen. Der Ersteigerer erhält einige Zeit nach dem Teilungstermin die Eintragungsnachricht und natürlich die Gebührenanforderung des Grundbuchgerichts. Dieser Eintrag stellt wie gesagt nur eine Berichtigung dar, weil der Ersteigerer bereits mit dem Zuschlag Eigentümer wurde. Er konnte sich bis zur Berichtigung des Grundbuchs rein mit dem Zuschlagsbeschluss als Eigentümer ausweisen. Dies kann bei einer Finanzierung durch eine Bank wichtig sein. Nach der Berichtigung kann der stolze Eigentümer eine einfache oder amtliche Abschrift des Grundbuchblatts gegen eine geringe Gebühr erhalten und somit seinen Status als Immobilienbesitzer dokumentieren.

immomorgen.de: Schaut man sich das ganze Prozedere an, dann kann man als Laie wirklich stolz sein, wenn man ein Zwangsversteigerungsverfahren erfolgreich für sich abgeschlossen hat.

Grether: Da stimme ich Ihnen vollkommen zu. Ich will aber noch einmal darauf hinweisen, dass gute Informationen, starke Nerven und eine gewisse Portion Geduld für einen günstigen Immobilienerwerb im Zwangsversteigerungsverfahren entscheidend sind.

immomorgen.de: Herzlichen Dank für heute.