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AOK Hessen zur Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Wenn die roten Flecken kommen

Archivartikel

Bensheim. Rote Flecken und Bläschen in den Handflächen, auf den Fußsohlen und im Mundbereich – so zeigt sich die Hand-Fuß-Mund-Krankheit. Betroffen von der Hand-Fuß-Mund-Krankheit sind meist Kinder unter zehn Jahren. Doch auch Erwachsene können erkranken. Etwa 80.000 bis 140.000 Menschen sind laut Robert Koch-Institut jährlich betroffen. Die Viruserkrankung ist hochansteckend, verläuft aber in der Regel harmlos.

Zu Komplikationen wie einer Lungen- oder Hirnhautentzündung kommt es sehr selten. Auch wenn zur Risikogruppe vor allem kleine Kinder gehören, können sich Menschen jeden Alters mit dem Virus infizieren, wenn ihr Immunsystem geschwächt ist. Klassischerweise beginnt die Hand-Fuß-Mund-Krankheit mit Fieber, geringem Appetit und Halsschmerzen. Danach entstehen rote Flecken auf den Handinnenflächen, den Fußsohlen, um den Mund herum sowie im Mund. „An den roten Stellen entwickeln sich dann bald mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen, die schmerzen oder jucken können. Außerdem bilden sich Entzündungen auf der Zunge, dem Gaumen und kleine Geschwüre auf der Mundschleimhaut, die sehr schmerzhaft sind, sogenannte Aphten“, erklärt Norbert Diehl, AOK-Chef für den Kreis Bergstraße. Zu den ersten Krankheitsanzeichen kommt es meist drei bis zehn Tage nach der Ansteckung mit dem Virus. Die Patienten erholen sich in der Regel innerhalb von fünf bis sieben Tagen. Oft zeigen sich gar keine Symptome.

Hände waschen hilft

Vorbeugen lässt sich die Krankheit mit umfangreichen Hygienemaßnahmen, denn übertragen werden die Viren über Tröpfchen- oder Schmierinfektion - also über Speichel beim Küssen, Niesen, Husten, beim Teilen von Besteck, aber auch über die Flüssigkeit in den Bläschen oder über Kot. Wichtig ist es deshalb, sich regelmäßig die Hände zu waschen, besonders vor und nach dem Wechseln der Windeln, vor und nach dem Toilettengang sowie vor dem Zubereiten von Essen."Oberflächen und Gegenstände wie Türgriffe und Spielzeug sollten besonders gründlich gereinigt und desinfiziert werden", rät Diehl. Sinnvoll ist es, auf einen engen Kontakt mit den Erkrankten möglichst zu verzichten. "Um weitere Ansteckungen zu vermeiden, sollten erkrankte Kinder nicht in den Kindergarten und andere Gemeinschaftseinrichtungen gehen", mahnt Diehl. Das gilt zumindest bis die infektiösen Bläschen abgeheilt sind. Da die Viren noch mehrere Wochen über den Stuhl ausgeschieden werden können, ist auch nach der akuten Krankheitsphase eine gute Hygiene wichtig.

Ausreichend trinken

Zur Linderung der Beschwerden im Mundbereich sowie gegen das Fieber kann der Arzt Medikamente verordnen. "Beispielsweise helfen Wirkstoffe wie Paracetamol, das Fieber zu senken, und gegen die schmerzhaften Entzündungen im Mund gibt es Tinkturen und bestimmte Salben, zum Beispiel mit dem Wirkstoff Lidocain", erklärt Diehl. Auch Mundspülungen auf pflanzlicher Basis mit Kamille, Melisse oder Thymian können die Beschwerden lindern. Besonders wichtig ist, dass die Kinder trotz der Schmerzen im Mund ausreichend trinken. Dafür eignen sich dann am besten kühle Getränke. Da der Mund sehr empfindlich ist und die Entzündungen sehr schmerzhaft sind, sollte man auf heißes, hartes oder scharf gewürztes Essen verzichten. Weiche Kost wie Brei, Joghurt und Bananen macht es den kleinen Patienten leichter.

www.aok.de/hessen

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