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31.000 Brummi-Parkplätze fehlen

Links und rechts der Autobahnen wird es immer voller. Denn die Parkplatznot wächst, so eine aktuelle Untersuchung der Vereinigung Deutscher Autohöfe (VEDA). Danach fehlen mehr als 31.000 Lkw-Abstellplätze. Die Folgen sind Abend für Abend und Nacht für Nach vor Ort zu sehen: Manche Brummi-Fahrer sind wegen nicht ausreichend vorhandenem Parkraum gezwungen, verbotswidrig zu parken und beschwören damit gefährliche Situationen herauf. Bis hin zur Gefahr, abseits der Autohöfe oder Rastplätze zum Opfer von Überfällen zu werden.

Längst werden deswegen autobahnnahe Wohn- und Gewerbegebiete, Wald- oder Wiesenränder sowie inzwischen sogar immer mehr auch die Standstreifen der Autobahn unerlaubt zugeparkt. Die oft verkehrsbehindernd abgestellten Lkw erweisen sich gerade nachts oft als eine Gefahrenquelle erster Ordnung, wie laut des Goslar Instituts eine wachsende Zahl von Unfälle belegt.

Dabei könnten nach Ansicht der VEDA die direkt an Autobahnausfahrten gelegenen Autohöfe ohne größere Schwierigkeiten und zudem kostengünstiger als die Autobahn-Rastplätze ausgebaut werden. Derzeit kämen jedes Jahr im Mittel bis zu 1.500 neue Lkw-Parkplätze auf der Autobahn hinzu. Doch das sei viel zu wenig - und zu teuer obendrein: Die Herstellungskosten für einen neuen Lkw-Parkplatz liegen bei über 80.000 Euro.

Dagegen blieben die Parkraumpotenziale neben der Autobahn bislang völlig unbeachtet, kritisiert der Verband. Für den Ausbau bestehender oder den Bau neuer Autohöfe spricht aus seiner Sicht insbesondere, dass auf diesen Flächen der Bau jedes einzelnen Lkw-Stellplatzes bis zu 50.000 Euro weniger kostet als auf der Autobahn. Das könne sich für den Steuerzahler auf Einsparungen in Milliardenhöhe summieren.