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Test Mitsubishi Pajero 3.2 DiD Final Edition Limitierte Sonderserie zum Produktionsende / Flexibler Kraftprotz in zeitloser Optik ist für alle Untergründe gewappnet

Allrad-Ikone und Arbeitstier auf Abschiedstour

Archivartikel

Seit 36 Jahren begeistert der Mitsubishi Pajero Offroad- und Allradfans auf der ganzen Welt. Jetzt sagt die Ikone „Tschüss“. Mit der „Final Edition“ gibt es zum Produktionsende ein limitiertes Sondermodell.

Raus mit Applaus. Nach über drei Jahrzehnten hängt der Pajero seinen Allradantrieb an den Nagel. Die Produktion dieser „lebenden Legende“ unter den Offroadfahrzeugen wird eingestellt. Jedoch nicht ohne einen letzten großen Auftritt: Mit einer auf 1000 Fahrzeuge limitierten Sonderedition zeigt Mitsubishi nochmals eindrucksvoll, was die Allrad-Ikone zu bieten hat.

Allrad, Action und Abenteuer. Wenn man mit diesen Begriffen ein Auto in Verbindung bringen soll, kommt man am Pajero einfach nicht vorbei. Denn nur sehr wenige andere Geländewagen erreichten jemals ähnlichen Kultstatus. Der Rekordsieger der Motorsport-Rallye Dakar bot ab seiner Einführung konsequenten Nutzwert, ohne dabei ein gewisses Maß an Komfort vermissen zu lassen. Als agiles Arbeitstier und verlässlicher Partner in unwegsamem Gelände setzte der Pajero von Beginn an Maßstäbe und schuf damit die Grundlage zu einer beeindruckenden Erfolgsgeschichte, deren Ende nun absehbar ist.

Leider, möchte man sagen. Aber irgendwie ist es auch sympathisch, dass es gewissermaßen ein selbstbestimmtes Ende ist, das maßgeblich zur weiteren Legendenbildung beitragen wird.

Die Fangemeinde des Pajero schätzt die markante und zugleich zeitlose Statur und Optik des Allrad-Riesen, der auf den ersten Blick Kraft, Robustheit und Größe zur Schau stellt. Und davon ist nichts schöner Schein. Matsch, Geröll, Wasser, Asphalt – der 190 PS starke Vierzylinder-Diesel ist in Kombination mit dem Allradantrieb „Super Select 4WD-II“ für alle Untergründe gewappnet und hat immer die passende Antriebsart parat: permanent Allrad, Heckantrieb, Allrad mit gesperrtem Mittendifferenzial, zusätzlicher Getriebeuntersetzung, elektronischer Bergabfahrhilfe und zuschaltbarer Differenzialsperre an der Hinterachse. Hinzu kommt die beachtliche Anhängelast von bis zu 3,5 Tonnen.

Dabei lässt sich dieser Kraftprotz aber auch noch einfach und bequem fahren. Sogar als Familienauto macht er eine gute Figur. Bis zu sieben Sitzplätze beziehungsweise ein Laderaum von bis zu 1789 Liter lassen in Sachen Kapazität keine Wünsche offen. Insofern ist und bleibt der Pajero ein automobiler Alleskönner, zumal er aufgrund seiner Statur und nicht zuletzt seiner umfangreichen Serienausstattung ein hohes Maß an aktiver und passiver Sicherheit bietet. Auf den Markt kam die „Final Edition“ in beiden Karosserie-Varianten – als Dreitürer (ab 40 990 Euro) und als Fünftürer (ab 52 990 Euro, Testversion).

Wer überhaupt noch einen der 1000 „Final Edition“-Pajeros ergattert, ist mit der Konfiguration in Rekordzeit fertig, denn das Modell gibt es nur mit der einen Motorisierung – einem 3,2-Liter-Diesel, der für ordentlich Schub- beziehungsweise Zugkraft sorgt und laut Mitsubishi mit unter zehn Litern Diesel auf 100 Kilometern zurecht kommen soll. Im Test waren es zwar knappe elf Liter, aber bei entsprechender Fahrweise liegt die Angabe des Herstellers zumindest im Bereich des Möglichen.

In puncto Ausstattung gibt es ebenfalls nicht viel Gestaltungsspielraum: Der Dreitürer „Final Edition“ baut auf der Ausstattungsvariante „Basis“ auf. Zur Sondermodell-Ausstattung gehören hier unter anderem 18-Zoll-Offroad-Felgen mit Anfahrschutz, LED-Blinkleuchten in den Außenspiegeln, Scheinwerferreinigungsanlage und sperrbares Hinterachsdifferential.

Beim Fünftürer wird es richtig komfortabel. Er basiert auf der Variante „Top“ mit Lederausstattung und dem Kommunikationssystem MMCS. Zur Sondermodell-Ausstattung gehören neben 20-Zoll-Leichtmetallfelgen unter anderem der Dachspoiler in Wagenfarbe sowie Unterbodenschutz inklusive Motorraum- und Hohlraumversiegelung.

Fazit: Die „Final Edition“ hat es echt in sich und beschert der Allrad-Ikone einen standesgemäßen Abschied. Tschüss Pajero.