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Andere Länder, andere Fahr-Sitten

Archivartikel

Die meisten deutschen Autofahrer waren mit ihrem Pkw schon im Ausland unterwegs. Doch nicht alle kennen die ausländischen Fahrregeln aus dem Effeff. Knapp jeder Vierte macht sich vor Reisebeginn selten oder nie mit den wichtigsten Verkehrsvorschriften vor Ort vertraut.

Nach Auffassung von Frank Bärnhof, Kfz-Versicherungsexperte und Jurist bei CosmosDirekt, ist die Recherche vor Auslandsfahrten wichtig, um sich Stress und teils hohe Bußgelder zu ersparen: "In Europa gelten teils unterschiedliche Gesetze im Straßenverkehr", sagt Bärnhof. Wer sich frühzeitig informiere, schone Nerven und Geldbeutel. Denn: "Wurde der Strafzettel aus dem Ausland früher eher als folgenloses Souvenir angesehen, werden Verkehrsdelikte heute europaweit verfolgt."

Tipp Nummer 1: Licht an - auch tagsüber. In vielen europäischen Ländern sind Autofahrer verpflichtet, auch tagsüber mit Licht zu fahren: etwa in Tschechien, Slowenien, Italien, Polen oder der Schweiz. Wer die Scheinwerfer nicht einschaltet, riskiert Bußgelder. In Italien zahlen Autourlauber Strafen von mindestens 41 Euro, in Tschechien rund 75 Euro. Um sicherzugehen, sollten Autofahrer im Ausland immer mit Licht fahren.

Auch für Warnwesten gelten je nach Urlaubsland unterschiedliche Bestimmungen. Wer Bußgelder vermeiden will, sollte die Weste immer griffbereit haben und sich in jedem Fall vorab über die vorgeschriebene Anzahl und die Tragepflicht informieren. Jeder Autoreisende, der sich beispielsweise in Frankreich außerhalb geschlossener Ortschaften im Fahrbahnbereich aufhält, muss laut Gesetz eine Warnweste tragen - oder zahlt ein Bußgeld von mindestens 90 Euro.

Kommt es im Auslandsurlaub zum Unfall, sind Urlauber mit dem Europäischen Unfallbericht und der Grünen Versicherungskarte auf der sicheren Seite. In der Karte sind alle wichtigen Versicherungsdaten aufgeführt, um die Schadensregulierung auch innerhalb Europas zu erleichtern. Der Europäische Unfallbericht unterstützt dabei, ein Protokoll des Unfallhergangs zu erstellen. Den Bericht gibt es beim ADAC zum kostenlosen Download.