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Aufbruch mit dem Citroen Typ A 10 HP

Citroen feiert 100. Geburtstag und damit Modelle mit Geschichte. Zu den frühen Meilensteinen im französischen Automobilbau gehört der Typ A 10 HP. Denn er war das erste europäische Fahrzeug, das in Großserie produziert wurde. Schon bei der Entwicklung des ersten Autos wusste Unternehmensgründer und Visionär André Citroën, was er wollte: ein günstiges Fahrzeug mit geringen Unterhaltskosten.

Dieser Grundsatz leitete alle Entwürfe, bis der Typ A 10 HP am 4. Juni 1919 in Paris auf der Champs-Elysees präsentiert wurde. Nach dem amerikanischen Vorbild Henry Fords importierte André Citroen die Methoden der modernen Industrieproduktion nach Frankreich, welche die Herstellung robuster und sparsamer Autos in Großserie ermöglichten. Der Einführungspreis von 7.950 Franc war für die Zeit außergewöhnlich niedrig.

Der Citroën Typ A 10 HP war nicht nur das erste Großserienauto Europas, sondern auch das erste komplett ausgestattete Fahrzeug. Es verfügte unter anderem als Innovation gegenüber der Konkurrenz über eine elektrische Beleuchtung und einen elektrischen Anlasser, ein Verdeck sowie ein vormontiertes und damit einfach zu wechselndes Ersatzrad. Zudem war es das erste französische Modell, das mit dem Lenkrad auf der linken Seite ausgestattet und dank einer systematisch einfachen Bedienung auf ein breites Publikum ausgelegt war.

Der Aluminium-Vierzylinder-Ottomotor mit einem Hubraum von rund 1,3 Litern bei 2.100 U/min verfügte über eine Leistung von 18 Pferdestärken. Dank Leichtbau überzeugte der Citroen durch einen für damalige Zeiten niedrigen durchschnittlichen Benzinverbrauch von 7,5 l/100km. Die Höchstgeschwindigkeit betrug immerhin schon 65 km/h.