Auto

Autonome Autos aus dem Labor

Archivartikel

Das Auto der Zukunft fährt mit Autopiloten, daran arbeiten Autohersteller und Zulieferer mit Hochdruck. Doch auch Forschungsinstitute tüfteln an der Technik von morgen. Fraunhofer-Forscher wollen beispielsweise die Testkilometer deutlich reduzieren.

Damit die komplizierte Radar- und Sensoren-Technologie, die für das autonome Fahren nötig ist, auch reibungslos funktioniert, schicken die Hersteller und die Zulieferindustrie ihre Prototypen auf abgesperrte und öffentliche Straßen - schließlich sollen in wenigen Jahren Autos mit Autopiloten zum Alltag gehören. Doch jeder Testkilometer bedeutet viel Aufwand - sowohl zeitlich als auch finanziell. Dank des neuen ATRIUM-Testgeräts vom Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR könnten Erprobungsfahrten ins Labor verlagert werden, teilt das Institut mit.

Der Grund: Das Gerät "gaukelt" dem Radarsensor eine künstliche Szenerie vor, die den realen Bedingungen im Straßenverkehr sehr nahe kommt. Das geschieht mit sogenannten Radarzielsensoren. Sie fangen die vom Fahrzeugradar ausgesandten Radarstrahlen auf und verändern das Radarsignal so, als hätte es Gegenstände getroffen. Diese Information wird dann als künstliches Echobild zurück zum Auto geschickt. Vorteil: Dieses Szenario lässt sich ganz einfach im Labor durchspielen, ohne dass dafür ein Auto auf die Straße geschickt werden muss.