Auto

Bürger wollen mehr Klimaschutz

Archivartikel

Wie schätzen Deutsche zukünftigen Mobilitätsformen wie Elektromobilität, automatisiertes Fahren und Carsharing ein. Und wie umweltbewusst sind die Deutschen, deren liebstes Kind ja das Auto sein soll? Die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften zeigt, dass die Mehrheit der Deutschen inzwischen einen Veränderungsbedarf in Mobilität und Verkehr sieht.

Sie hat vor allem Klimaveränderungen im Blick: Der Mehrheit der Deutschen (61 Prozent) bereitet der Klimawandel große Sorgen, so eines der Umfrageergebnisse. 43 Prozent zählen ihn zu den größten Risiken für die globale Stabilität. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung sagt, dass alle Beteiligten mehr für den Klimaschutz tun sollten.

Abgase aus dem Verkehrssektor werden der Umfrage zufolge als hohe Belastung für Mensch und Natur eingeschätzt, die es zu verringern gelte. Hierfür sollte der Öffentliche Nahverkehr ausgebaut und alternative Mobilitätsformen gestärkt werden. Aber: Nur 46 Prozent der Bevölkerung sind überzeugt, dass im Bereich Mobilität und Verkehr ein systemisches Umdenken notwendig ist, 43 Prozent halten lediglich "Korrekturen in einzelnen Bereichen" für ausreichend.

Immerhin zeigt die Befragung, dass viele Deutsche selbstkritisch an die Situation herangehen: Drei Viertel der Bevölkerung wünschen sich eine Veränderung ihrer eigenen Mobilitätsmuster, würden also gerne kostengünstiger, unabhängiger und flexibler ans Ziel kommen, mehr Fahrrad fahren oder zu Fuß gehen, weniger Auto fahren, umweltschonender oder generell weniger unterwegs sein. Bei der Unterscheidung zwischen Stadt- und Landbevölkerung zeigt sich die unterschiedlich ausgeprägte Infrastruktur, die auch das Denken bezüglich der Mobilität beeinflusst. Vier von fünf Befragten auf dem Land können sich nicht vorstellen, ihre Pkw-Nutzung deutlich einzuschränken.