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Cupra e-Racer: E-Auto on the Rocks

Trockeneis, und zwar eine ordentliche Portion davon, spielt eine wichtige Rolle bei den Testfahrten des neuen Cupra e-Racer. Wenn der blitzschnelle Stromer ordentlich über die Rennstrecke geflitzt ist, müssen nämlich die Akkus möglichst schnell wieder auf Idealtemperatur kommen. Und das erledigen die Mechaniker mit 200 Kilo Trockeneis: E-Auto on the Rocks.

Überhaupt unterscheidet sich die Arbeit der Rennfahrer und Techniker der Seat-Sportmarke Cupra grundlegend von der, die sie von Verbrenner-Rennern gewohnt sind. So gibt Cupra-Fahrer und Markenbotschafter Jordi Gené offen zu, dass er trotz 30-jähriger Erfahrung das Fahren mit einem elektrischen Rennwagen neu lernen musste: "Die Fahrweise ist völlig anders als etwa bei einem Benziner. Man muss andere Parameter nutzen um zu erkennen, wie schnell man fährt, wie man eine Kurve angeht oder wann man bremsen muss."

Auch die Strategie der Ingenieure ist diametral anders: "Es geht nicht nur darum, der Schnellste zu sein. Wir müssen jetzt einen weiteren Faktor berücksichtigen: das Energiemanagement", erklärt Teamchef Xavier Serra. "Wir müssen lernen, die Temperatur der Batterien und die Reichweite im Auge zu behalten." Denn diese Faktoren entscheiden letztlich über den Erfolg.

Eine Beschleunigung von null auf 100 km/h in 3,2 Sekunden realisiert der e-Racer mit der Power aus der 500 Kilo schweren Batterie. Nach bisherigem Stand soll er schon 2020 sein Debüt in der e-TCR-Klasse geben. Seine Motoren liefern bis zu 500 kW/680 PS und 960 Nm. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 270 km/h. Und trotz seiner 1.575 Kilo Lebendgewicht schafft er den 0-bis-200-Spurt in nur 8,2 Sekunden.