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Das Original der sportlichen Luxuslimousinen

Archivartikel

Maserati hat eine über 100-jährige Tradition und gehört zu den weltweit führenden Sportwagenherstellern. Die Fahrzeuge der Marke stehen für Eleganz und Exklusivität, dabei kommt das sportliche Handling nicht zu kurz. Der Motor-Informations-Dienst (mid) hat den Quattroporte GranSport SQ4 getestet. Er ist einfach nur schön. Der Quattroporte. Vom Design und der Eleganz, eingefleischte Autofans lieben Maserati. Mit diesem Fahrzeug stimmt der Slogan "Freude am Fahren" zu 100 Prozent.

Das Flaggschiff der Italiener ist in seiner sechsten Generation ein besonderes Erfolgsmodell. Seit der Einführung 2013 wurde die Luxuslimousine 24.000 Mal an Kunden in aller Welt ausgeliefert. Der Testwagen ist von weitem erkennbar durch das Stoßfängerdesign mit mattschwarzem Profil. Der Kühlergrill verfügt über Chromelemente und wird von dem traditionellen blauen Dreizack der Italiener geschmückt. Die Außenspiegel und Seitenschweller präsentieren sich in mattschwarz, was perfekt zu der Außenfarbe Bianco Alpi harmoniert.

Eine elektrisch verstellbare Luftklappe findet sich zwischen Frontlüftungsgitter und Motorkühler. Der Testwagen in der GranSport Ausstattung kommt auf 21-Zoll-Rädern im Titano-Design und roten Bremssätteln daher. Die Abmessungen des Quattroporte mit einer Länge von 5,26 Metern sind schon gewaltig.

Tür öffnen, reinsetzen und sich wohlfühlen. Wir wollen gar nicht mehr aussteigen. Hier werden Emotionen vermittelt, ohne dass der Pilot sich dem außergewöhnlichen Ambiente und dem ganzen drumherum verweigern kann. Ein echter Maserati. Der Dachhimmel ist mit Alcantara bespannt, die schwarz-roten Leder-Sportsitze geben guten Seitenhalt. Es sind überall hochwertige Materialien verarbeitet, vom offenporigen Echtholz über den allgegenwärtigen Dreizack auf allen vier Kopfstützen. Sehr schön: die Analoguhr in der Mitte des Cockpits. Understatement vom Feinsten. Edelstahl-Sportpedale und ein Leder-Sportlenkrad mit großen Schaltwippen aus Aluminium zeigen auf den ersten Blick, was der Sportler unter der Haube hat. Das Infotainment kommt nicht zu kurz. Ein 8,4-Zoll-Bildschirm mit Multi-Touch-Funktion ist kompatibel für Smartphones, dank Apple CarPlay und Android Auto. Ein Drehregler neben dem Schaltknauf in der Mittelkonsole erleichtert die Bedienung. Allerdings ist der Bildschirm extrem schmutzempfindlich, jeder Fingerabdruck ist zu sehen.

Das Fahrgefühl im Quattroporte ist vortrefflich und die ZF-Achtgangautomatik erledigt die Gangwechsel wie am Schnürchen. Das Getriebe lässt kaum einen Wunsch offen, es schaltet auf Kommando. Für die sportlichen Fahrer empfiehlt sich der Sportmodus, dieser ist allerdings extrem hart, nix mehr mit Komfort. Der Quattroporte SQ4 verfügt über einen Dreiliter-V6-Twin-Turbo-Motor mit 316 kW/430 PS. Der Klang beim Starten des Motors ist großartig. Er fährt sich äußerst dynamisch. Auf der Autobahn machen die anderen Verkehrsteilnehmer von selbst Platz, wenn sie die Sportlimousine im Rückspiegel sehen. Überhaupt ist der Maserati perfekt für Menschen, die gerne auffallen. Understatement ist nicht. Er ist aber auch zu schön. Das hat allerdings seinen Preis: Der Testwagen mit Sonderausstattung kostet 140.560 Euro.

Aber: Ein Maserati war schon immer etwas Besonderes.

Jutta Bernhard / mid

Technische Daten Maserati Quattroporte Sport SQ4:

Viertürige, fünfsitzige Limousine, Länge/Breite (o. Außenspiegel)/Höhe/Radstand in Millimeter: 5.262/1.948/1.481/3.171; Leergewicht: 1.920 kg; Kofferraumvolumen: 530 l; Wendekreis: 11,8 m; Tankinhalt: 80 l; Testwagen-Preis: 140.560 Euro.

Motor: V6-Biturbo-Benziner, Hubraum: 2.979 ccm; Leistung: 316 kW/430 PS bei 5.500/min; max. Drehmoment: 550 Nm bei 1.750 bis 4.000/min, Höchstgeschwindigkeit: 288 km/h; 0 bis 100 km/h: 4,8 s; Normverbrauch: 11,9 l/100 km, CO2-Ausstoß: 275 g/km, Achtgang-Automatik, Allradantrieb.