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Das Rad für kranke und ältere Menschen

Radfahren ist gesund. Körperliche Anstrengung an der frischen Luft erfreut seit jeher Jung und Alt. Doch wie sieht das bei kranken Menschen aus? Müssen die ganz vom Fahrrad steigen? Nein, denn die Betroffenen können sich in den Sattel eines Pedelecs schwingen. Denn mit elektrischem Rückenwind radelt sich's viel leichter.

"Davon profitieren vor allem Senioren und Menschen mit Übergewicht, Gelenk- und Rückenproblemen sowie Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen", erklärt Dr. Günther Reichle, Lungenfacharzt aus Menden, im Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau".

Trotz der elektrischen Unterstützung wirkt sich die Bewegung im Freien positiv aus. "Fünfmal wöchentlich 30 Minuten moderate Bewegung senken das Risiko für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall ganz erheblich", betont Reichle. Jede Bewegung sei besser als keine. Zumal auch die Psyche profitiere. "Radfahren hellt die Stimmung auf und steigert das Selbstwertgefühl."

Menschen mit chronischen Erkrankungen rät Reichle jedoch, nur nach Rücksprache mit dem Arzt aufs Rad zu steigen. Für Professor Uwe Tegtbur, Sportmediziner von der Medizinischen Hochschule Hannover, ist das E-Bike aber nicht bloß eine Notlösung für Ältere und chronisch Kranke, sondern als Hilfe für alle, die ihren Alltag aktiver gestalten wollen. "Denn Pedelec-Fahrer verbringen 60 Prozent mehr Zeit im Sattel als andere Radler", so der Experte.