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Der erste Porsche unterm Hammer

Das Auktionshaus RM Sotheby's geht bei seiner Sommer-Versteigerung in Monterey vom 15. bis 17. August 2019 ganz weit zurück - bis an die Wurzeln der Marke Porsche: In Kalifornien kommt der letzte noch existierende Typ 64 Berlin-Rom aus dem Jahr 1940 unter den Hammer.

Exemplar eins wurde von Ferdinand Porsche und seinen Ingenieuren für das im Herbst 1939 geplante Rennen Berlin - Rom gebaut, das aber wegen des Kriegsausbruchs nie stattfand. Doch der Konstrukteur baute auf Basis des KdF-Kraftwagens, aber mit leichter Aluminiumkarosserie und vollständig mit abnehmbaren Aluminiumplatten verkleideten Rädern noch ein zweites und aus den Resten des 1940 verunglückten ersten Exemplars Nummer drei. Und exakt dieses Gefährt, laut Auktionshaus vom Erbauer höchstselbst als erstes Fahrzeug überhaupt mit dem Porsche-Logo versehen, steht jetzt zum Verkauf.

Es verfügt über den gleichen Antriebsstrang und die gleiche Aufhängung wie der Typ 1 Volkswagen, Chassis und Karosserie basieren aber auf Flugzeugtechnologie, der luftgekühlte Viertaktmotor wurde auf 32 PS gebracht.

"Ohne den Typ 64 gäbe es keinen Porsche 356, keinen 550, keinen 911", ist Marcus Görig, Fahrzeugspezialist bei RM Sotheby's, überzeugt. Der allererste Porsche hat zwar über die Jahre Patina angesetzt, ist aber weitgehend im Originalzustand. Verkauft wird er nach rund zehn Jahren von seinem mittlerweile vierten Besitzer, so das Auktionshaus. Internet-Gebote nimmt RM Sotheby's für den Typ 64 nicht entgegen. Und Interessenten müssen sich vorab registrieren. Schließlich geht es um sehr viel Geld.