Auto

E-Mobilität Kia setzt auf Zukunftstechnologie

Die Karten werden neu gemischt

Kia setzt voll auf die Elektrifizierung seiner Fahrzeuge. Der koreanische Hersteller hat bereits einen Mild Hybrid, zwei Hybriden, zwei Plug-ins und ein voll-elektrisches Fahrzeug (den Soul EV) im Angebot. Jetzt kommt der e-Niro hinzu; dann folgt der Ceed mit Mild Hybrid, 2020/21 schließlich ein Brennstoffzellen-Fahrzeug. Parallel ist ein weiteres BEV (Battery Electric Vehicle) mit über 500 Kilometern Reichweite geplant.

„Noch nicht in den Köpfen“

Steffen Michulski von Kia Deutschland führt einen weiteren Punkt an, der die Elektroautos von Kia von der Konkurrenz unterscheidet: die Energieeffizienz. „Das ist noch nicht in den Köpfen der Kunden, dass man für das Laden der Batterien bezahlen muss – bisher spielt nur die Reichweite eine Rolle.“

Bei der Elektromobilität werden die Karten neu gemischt, ist sich Michulski sicher. Kia hat in Deutschland einen Marktanteil von zwei Prozent, bei den Elektrofahrzeugen allerdings einen von acht Prozent.

Und noch eine Besonderheit des deutschen Marktes: Der e-Niro mit dem 150-kW-Motor wird bei über 90 Prozent der Verkäufe erwartet; von den drei Ausstattungsversionen wird der Großteil der Kunden die Top-Version „Spirit“ wählen (69 Prozent). „Der Billigheimer ist nicht mehr gewollt“, so Michulski.

Bei der Vermarktung der BEV gibt es allerdings eine Bremse: Für 2019 sind der Deutschland-Tochter von Kia nur 3000 Einheiten zugesagt. Kunden müssen sich deshalb auf eine Lieferzeit von etwa einem halben Jahr einstellen. str