Auto

Die mid-Zeitreise: Winterschlaf für´s Motorrad

Archivartikel

Am 30. Oktober 1978 berichtete der Motor-Informations-Dienst (mid) im 27. Jahrgang über die richtige Überwinterung von Motorrädern.

Motorräder sind für den Winter nicht gut geeignet. Vor allem die Fahrsicherheit wird beim Motorradfahren in der kalten Jahreszeit durch Schnee, Eis und Nebel stark beeinträchtigt. Aber auch das Äußere der Maschine leidet unter den ungünstigen Wetterbedingungen: Rost und stumpf gewordener Lack sind typische Kennzeichen für ein Winter-Motorrad. Deshalb sollte die Maschine, wenn möglich, eingemottet werden, zumal die Versicherungen seit kurzem den Schadensfreiheitsrabatt auch bei nur halbjährlicher Benutzung gewährt.

Für die Überwinterung ist ein trockener und kühler Raum am besten geeignet. Das Fahrzeug wird noch einmal gründlich gereinigt und überholt, bevor die Chrom- und Lackteile mit entsprechenden Pflegemitteln behandelt werden. Alle Schmierstellen wie Antriebskette und Schwingenlager sind gründlich zu schmieren. Die Batterie wird dann ausgebaut und trocken gelagert. Randvolles Auftanken schützt den Kraftstofftank innen gegen Rostbefall. Den Reifendruck erhöht man um 0,3 atü und bockt die Maschine durch Holzklötze so auf, dass Hinter- und Vorderreifen nicht den Boden berühren und somit entlastet werden.

Motor und Getriebe werden durch einen Ölwechsel gereinigt, und wer seinem Motorrad besonders gut gesonnen ist, nimmt auch noch die Zündkerzen heraus, füllt Korrosionsöl in jeden Zylinder und lässt den Motor zwecks besserer Ölverteilung einige Male ohne Zündung durchdrehen. Danach schraubt man die Zündkerzen wieder ein und hat somit einen optimalen Schutz gegen Innenkorrosion. Schließlich löst man das Nummernschild, zusammen mit den Kfz-Papieren wird das Motorrad dann bei der Kfz-Zulassung abgemeldet. Eine Kopie der Abmeldebescheinigung wird der entsprechenden Versicherungsgesellschaft zugeschickt, um den Fortfall des Versicherungsrisikos anzuzeigen.