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Diesel-Affäre: Volkswagen unterstützt Maßnahmen-Paket

Archivartikel

Volkswagen räumt im Zuge der Diesel-Affäre weiter auf. Nach der Trennung von Audi-Chef Rupert Stadler hat der Konzern zugesagt, die Bundesregierung bei ihrem Maßnahmen-Paket zu unterstützen. Deshalb
sollen so zeitnah wie möglich Umstiegsprämien für Kunden von EU1-5-Diesel-Fahrzeugen in 14 deutschen Städten angeboten werden, die auf ein modernes Fahrzeug aus dem Volkswagen-Konzern umsteigen wollen.

"Der Volkswagen-Konzern ist auch weiterhin bereit, einen Beitrag zu leisten, um seinen Kunden uneingeschränkte individuelle Mobilität zu sichern und dadurch Fahrverbote in besonders belasteten Städten zu vermeiden", sagt der Volkswagen-Vorstandsvorsitzende Herbert Diess. Die Regierung hatte 14 "besonders belastete Städte" genannt, dazu gehören München, Stuttgart, Köln, Reutlingen, Düren, Hamburg, Limburg, Düsseldorf, Kiel, Heilbronn, Backnang, Darmstadt, Bochum und Ludwigsburg
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Laut VW sollen die geplanten Umstiegsprämien im Durchschnitt bei etwa 4.000 EUR für EU1-4 Diesel und bei rund 5.000 Euro für EU5-Diesel liegen und jeweils abhängig vom Modell des Kunden sein. Diese Förderung beinhaltet auch einen Ausgleich in Abhängigkeit vom Restwert des alten Autos und ein Finanzierungsangebot. Der Volkswagen-Konzern will damit in den 14 Städten fast eine Millionen Fahrzeugbesitzer erreichen.

Die Umsetzung der von der Regierung vorgeschlagenen Nachrüst-Maßnahmen hänge maßgeblich von den Lösungen der Nachrüstfirmen ab, stellte der Konzern klar. "Diese Lösungen müssen vorliegen, zugelassen und dauerhaft haltbar sein und damit die Kunden überzeugen. Wir weisen darauf hin, dass mit einer Nachrüstung Mehrverbrauch und Komforteinbußen verbunden sind", hieß es weiter.