Auto

E-Kraftstoffe für die Mobilitätswende

In Zeiten von Dieselkrise und Schadstoffdiskussionen sind nachhaltige und umweltfreundliche Kraftstoffe immer stärker im Fokus. Mit diesen können selbst echte Auto-Klassiker sauber unterwegs sein.

Halle 6 des Genfer Autosalons: Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) hat einen VW Käfer, Baujahr 1965, mitgebracht. Kein Kat, kein Partikelfilter - der Vierzylinder-Boxer ist weit entfernt von Abgaswerten, die moderne Motoren erreichen. Trotzdem könne dieser Oldie CO2-arm betankt werden, heißt es bei der Empa. Zur Mobilität in Zukunft gehören erneuerbare Energien, zum Beispiel Wasserstoff. "Dazu gehören aber auch synthetische Treibstoffe, die wir über einen längeren Zeitraum speichern können", sagt Brigitte Buchmann, Mitglied der Direktion und Leiterin des Departements Mobilität, Energie und Umwelt.

Während für Wasserstoff-Fahrzeuge ein umfangreicher Ausbau der Infrastruktur notwendig ist, können Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren über das bestehende Tankstellennetz mit umweltfreundlichen Kraftstoffen versorgt werden. Als Lösung sieht die Empa sogenannte E-Fuels, bei denen nachhaltig erzeugter Wasserstoff mit Hilfe eines industriellen, chemischen Prozesses, der Fischer-Tropsch-Synthese, in gasförmigen oder flüssigen Treibstoff weiterverarbeitet wird. Dann gilt selbst für Klassiker wie den guten alten Käfer: er läuft und läuft und läuft - und zwar sauber.