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Echt Irre: Ein Ire überdreht den Tacho

Taxifahrer sind Kilometerfresser. Vor allem rund ums Mittelmeer werden an lauen Sommerabenden gerne Geschichten von Diesel-Motoren mit Stern erzählt, die schon mehrere 100.000 Kilometer auf dem Buckel haben - und noch immer laufen wie ein Uhrwerk. Und in kargen asiatischen Berglandschaften sind Busse und Lkw unterwegs, deren uralte Aggregate sich auf unbefestigten und lebensgefährlichen Pass-Straßen der magischen Millionen-Marke nähern.

Über all das kann ein gewisser Mister James Foley nur müde lächeln. Denn der Taxiunternehmer aus dem irischen Ort Wexford träumt bereits von seiner zweiten Million. Damit ist jedoch nicht das Geld auf seiner Hausbank gemeint. Denn die Währung des Vielfahrers heißt "Kilometer". Und nein: Herr Foley fährt auch keinen Dauer-Renner aus dem Hause Daimler. Der Ire ist stolzer Besitzer eines Ford Tourneo Connect. Mit diesem Fahrzeug hat er inzwischen schon mehr als 25 Mal die Erde umrundet.

Wexford gilt als eine der bedeutendsten Ortschaften im Südosten der Republik Irlands. Und der betriebsame Hafen von Rosslare ist in unmittelbarer Nähe. Für Taxifahrer also ein ideales Einsatzgebiet. Seinen Siebensitzer der Marke Ford hat James Foley vor etwa zehn Jahren erworben, sagt er. Damit legte er im Taxi-Alltag sagenhafte 999.999 Kilometer zurück - ohne Probleme. Doch dann passierte es: Beim Blick auf den Tacho stellte Mister Foley fest, dass die siebte Ziffer fehlte.

Wie also sollte er den Meilenstein von einer Million Kilometer feiern, wenn diese Zahl nicht angezeigt wird? Noch schlimmer: Der Kilometerzähler blieb beim 999.999 stehen. Doch James Foley grämte sich nicht allzu lange, denn er hatte ja eine Idee. Warum nicht zum örtlichen Ford-Händler fahren und das Problem lösen? Gesagt, getan: Im Autohaus Boland's wurde der Kilometerstand des Tourneo Connect als kostenlose Service-Leistung auf Null zurückgesetzt.

Da kann die Jagd weitergehen. Denn Mister Foley ist hochmotiviert. "Es gibt keinen Grund, warum das Auto nicht eine weitere Million Kilometer schaffen sollte", sagt der Ire. Und ein paar Tipps für andere Kilometersammler hat er auch gleich parat: Das Geheimnis für die Zuverlässigkeit des Ford Tourneo Connect liege in der strikten Einhaltung der Service-Intervalle, "durchgeführt von einem großartigen Mechaniker".

Und falls Mr. Foley sich doch einmal für ein neues Fahrzeug entscheiden sollte, dürfte er bei Ford ganz bestimmt einen würdigen Nachfolger für seinen schier unverwüstlichen Transporter finden. Erst im Januar 2018 war die vollständige Modellpalette der neuen Tourneo-Personentransporter erstmals auf dem Brüsseler Automobilsalon zu sehen. Diese Produktfamilie umfasst den fünfsitzigen Tourneo Courier, den Tourneo Connect als fünf- und siebensitzige Variante sowie den Tourneo Custom mit acht oder wahlweise neun Sitzen.

Und wer weiß: Vielleicht stellt Ford dem netten Herren Foley ja auch einen nagelneuen Tourneo als Geschenk vor die Tür, sobald der Taxifahrer seine zweite Million vollgemacht hat. Einen besseren Markenbotschafter kann sich der Autobauer auf der grünen Insel schließlich nicht wünschen.