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Test Fiat 500 X City Cross 1.3 GSE Optisch nur leicht überarbeitete zweite Generation überzeugt durch hochwertige Materialien im Inneren und durch Assistenzsysteme

Ein knuffiger Alltagsbegleiter mit Extras

Archivartikel

Optisch ist im Grunde alles so, wie man es sich bei einem Fiat-500-Spross vorstellt. Mit seiner rundlichen Karosserie sieht das Mini-SUV einfach knuffig aus. Die Designer haben beim Facelift an seinem Blechkleid nur wenig geändert. Ein neues „Erkennungsmerkmal“ ist etwa die in Wagenfarbe gehaltene Blende in der Mitte der Rückleuchten. Einiges mehr getan hat sich dagegen im Innenraum und bei der Technik.

Vorneweg: Den Fiat 500 X gibt es in drei Modellvarianten: Urban (ab 17 490 Euro) für den Stadtverkehr, City Cross (ab 19 190 Euro) und Cross (ab 20 990 Euro) für alle, die laut Fiat zu einem Abenteuer bereit sind. Jede hat spezielle Merkmale.

So setzt beispielsweise der City Cross durch seinen neu gestalteten Unterfahrschutz in Titanium-Grau, 16-Zoll-Leichtmetallräder und Nebelscheinwerfer serienmäßige Akzente.

Bei den Motoren stehen je drei Turbodiesel (mit SCR-Katalysator) und Turbobenziner zur Wahl, wobei Letztere über einen Otto-Partikelfilter verfügen und den klangvollen Namen „FireFly“ tragen. Diese Baureihe steht nach Aussage von Fiat für eine gesteigerte Effizienz bei reduzierter Geräuschentwicklung. Alle Motoren erfüllen nach Werksangaben die Emissionsnorm Euro 6d-Temp. Getestet haben die FN den Fiat 500 X City Cross 1.3 GSE (Grundpreis: 23 690 Euro). Die drei Buchstaben sind die Abkürzung von „Global Small Engine Family“, die die konzernweite Kleinmotorenfamilie umfasst.

Der Vierzylinder-FireFly-Turbo bringt es auf beeindruckende 150 PS. Beim Beschleunigen wirkt der Kleine allerdings ein bisschen schwerfällig. Dies liegt am zwar butterweich, gleichzeitig aber etwas träge reagierenden Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe. Wer spritziger unterwegs sein und den City Cross in Schwung bringen will, kann die Sache im wahrsten Wortsinn selbst in Hand nehmen und die Gänge kinderleicht per Hebelklick schalten.

Ist der City Cross erst einmal in Fahrt, entpuppt er sich schnell als zuverlässiger Alltagsbegleiter. Dank seines kurzen Radstands lässt er sich wendig durch den Stadtverkehr und agil durch Kurven steuern. Selbst bei voller Beladung und besetzt mit vier Personen geht ihm auch über Land oder auf der Autobahn nicht die Puste aus.

Das flotte Tempo hat auch seinen Preis, den man beim nächsten Tank-Stopp zu spüren bekommt. Im Test lag der Spritverbrauch mit 9,2 Liter deutlich über den von Fiat genannten 6,4 Litern. Darüber tröstet vielleicht etwas die Tatsache hinweg, dass es im City Cross immer schön ruhig bleibt, egal wieviel Leistung er bringen muss. Wünschenswert wäre allerdings eine weichere Federung, damit nicht jedes Schlagloch gleich im Rücken spürbar ist.

Vergessen ist diese Einschränkung allerdings sofort wieder, wenn man den Blick über den Innenraum des italienischen Crossover schweifen lässt. Bei der Auswahl der hochwertigen Materialien gab alles andere als Geiz den Ausschlag. Lederoptik, dezent kombiniert mit Chromapplikationen, verleiht dem Wagen einen gewissen Chic.

Raffiniert ist das zweigeteilte Handschuhfach. Und auch beim Kofferraum gibt es zwei Optionen. Dieser bietet bei geringer Ladekante ein Volumen von 350 Litern. Wer mehr Platz braucht, nimmt den Zwischenboden heraus. Wem das immer noch nicht reicht, der kann die Lehnen der Rückbank umklappen. Dadurch erhöht sich der Stauraum auf bis zu 1000 Liter.

Fahrer und Beifahrer sitzen dank gutem Seitenhalt bequem. Großgewachsene würden sich aber über eine längere Sitzfläche freuen. Die leicht erhöhte Sitzposition lässt den Eindruck entstehen, man fahre ein viel größeres Auto. Bei langen Strecken sollten auf der Rückbank lieber nur zwei statt drei Personen Platz nehmen. Sonst wird es eng.

Hingucker im Cockpit ist das in Wagenfarbe lackierte Armaturenbrett. Dominiert wird es vom Fahrzeuginformations-Center. Via Bildschirm (und dem gut in der Hand liegenden Multifunktionslenkrad) lassen sich nicht nur der Bordcomputer oder das Radio bedienen, sondern per Bluetooth auch kompatible Handys. Und wenn das Entertainmentsystem Uconnect installiert ist, sind Verbindungen mit Streamingdiensten möglich.

Daneben gibt es zig Möglichkeiten, sein Fahrzeug individuell zu gestalten. Dabei geht es aber nicht nur um die Farbe des Wagens oder der Sitzbezüge, sondern auch um die elektronischen Assistenzsysteme.

Serienmäßig ist jeder Fiat X schon recht gut ausgestattet. Dazu zählen etwa Klimaanlage, Verkehrszeichenerkennung, Geschwindigkeits- und Spurhalteassistent, ESC oder Rückleuchten mit LED-Technologie. Dem City Cross haben die Entwickler zudem das Uconnect-Touchscreenradio (DAB) und einen Sieben-Zoll-Bildschirm spendiert.

Auf eigene Rechnung geht noch mehr. „Helfer“ wie das Navigationssystem, LED-Licht, Rückfahrkamera, Fernlichtassistent, adaptive Geschwindigkeitsanlage, Klimaautomatik oder Sitzheizung treiben den Preis schnell nach oben. Um hier Geld zu sparen, lohnt sich auf jeden Fall der Blick auf die von Fiat angebotenen Austattungspakete.