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Im Test Der Mazda CX-5 geht gestrafft, moderner und noch hochwertiger verarbeitet in die zweite Runde

Ein richtiger Kurvenjäger

Leverkusen.Man muss schon zweimal hinschauen, um einen Unterschied zu erkennen. Das liegt sicherlich daran, dass auch der erste Mazda CX-5 schon ein attraktiver softer Geländewagen war, der sich neudeutsch SUV nennt. Vor allem die schmalen Scheinwerfer und Heckleuchten sowie der gewachsene Kühlergrill zeigen den Unterschied zum ersten Modell, das sich mit mehr als 1,5 Millionen Exemplaren innerhalb von fünf Jahren zum Bestseller des japanischen Herstellers gemausert hat.

Die Mitarbeiter im europäischen Entwicklungs- und Designzentrum in Oberursel, die für den Feinschliff an Motoren und Fahrwerksabstimmung verantwortlich sind, haben auch diesmal ganze Arbeit geleistet. Gebaut wird der CX-5 im Mazda-Werk im japanischen Ujina, einem Stadtteil von Hiroshima.

Innen wirkt alles sehr hochwertig - noch besser, als beim Vorgänger. Der Testwagen kommt nicht nur in der Ausstattung "Sports-Line" daher, er ist auch mit Ledersitzen bestückt, die in ihrer Dicke und dem betörenden Duft Oberklasseniveau verbreiten. Von der Oberklasse ist der Mazda in seiner Motorisierung auch nicht weit entfernt. Die 175-Diesel-PS lassen kaum mehr Leistung vermissen. Der CX-5 schiebt in allen Lebenslagen schön davon - nur auf der Autobahn tut er sich in höheren Geschwindigkeitsbereichen etwas schwer. Was sicherlich auch daran liegt, dass die Ansprüche an den sonst so agilen SUV von Kilometer zu Kilometer gestiegen sind. Weit entfernt von der Oberklasse ist der Preis des Mazda. Unter 42 000 Euro kostet der üppigst ausgestattete Testwagen - fast schon ein Schnäppchen für das, was geboten wird. Los geht es bei 25 000 Euro, ohne Allrad und von einem Benziner mit 165 PS angetrieben.

Das pfeffrige Temperament gepaart mit dem dynamischen Äußeren wird durch das knackig zu schaltende Sechsgang-Getriebe untermalt, das sich durch kurze Wege auszeichnet. Auch das Fahrwerk ist eher sportlich ausgelegt, schafft es aber auch, Bodenwellen auf der Autobahn sanft abzubügeln. Kommt dann die schnelle Kehre, zieht der Mazda als Kurvenjäger klaglos hindurch und erinnert eher an eine sportliche Limousine als an ein SUV.

Angenehme Platzverhältnisse

Geländefahrten haben wir mit dem CX-5 keine unternommen, das wird sicherlich auch den meisten seiner Artgenossen so ergehen. Das Revier der soften Geländewagen ist die Straße, oft auch die Reise. Und die kann mit über 500 Litern Kofferraumvolumen - die Heckklappe gibt die Ladefläche elektrisch angetrieben frei - und angenehmen Platzverhältnissen für vier Personen auch mal länger ausfallen. Dazu trägt der Diesel seinen Teil bei, der sich im Testbetrieb mit unter sieben Litern als genügsam erweist.

Und das Haar in der Suppe? Das ist, ehrlich gesagt, nur schwer zu finden. Der CX-5 ist ein tolles Auto geworden - und wird ein neuer Bestseller werden.

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