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Im Test Bei der Gestaltung des Toyota C-HR nutzen die Designer ihre Freiheiten

Einer, der sich optisch abhebt

Köln.Toyota-Chef Akio Toyoda hat seinen Designern bei der Gestaltung des SUV C-HR größtmögliche Freiheiten eingeräumt. Blickt man auf das neue Modell der Japaner, kann man nur zur Erkenntnis kommen, dass die Gestalter das Angebot des Bosses gerne angenommen haben. Das Fahrzeug hebt sich mit seiner markanten Formensprache rein optisch deutlich von seinen Wettbewerbern im Segment der kompakten SUV (Sport Utility Vehicle) ab.

Der Modellname C-HR steht für Coupé High-Rider, was so viel wie hochgesetztes Coupé heißt. Die kraftvolle Basis erinnert an einen SUV, während das obere Kabinenprofil im Stil eines Coupés verläuft. Das SUV wirkt mit seinen vielen Blech-Bügelfalten ziemlich zerklüftet, was seinen besonderen Reiz ausmacht. Raffiniert sind die in die hinteren Türen integrierten Griffe. Auch der Innenraum gibt sich anspruchsvoll. Er ist schwungvoll und modern gestaltet, beispielsweise mit schwarzem Piano-Lack und blauer Hinterleuchtung von Anzeigen und Schaltern. Man fühlt sich hier wohl.

Die Insassen genießen reichlich Freiheiten. Auch wenn die Dachlinie sanft abfällt, müssen die Hinterbänkler nicht um ihre Frisuren bangen. Für die Reise steht im kompakten SUV ein Fach mit einem Volumen von 377 Litern zur Verfügung. Die Sicherheit im Japaner wird großgeschrieben und unter anderem das sogenannte Toyota Safety Sense bei allen Modellen serienmäßig verbaut. Das System umfasst einen Frontkollisionswarner, einen Notbremsassistenten, eine autonome Bremsfunktion sowie eine Fußgängererkennung. Der Spurhalteassistent ist mit einer aktiven Lenkunterstützung verbunden.

Den C-HR gibt es wahlweise mit einem 1,2-Liter-Benziner (116 PS) sowie mit einer Hybridvariante, die getestet werden konnte. Der 1.8 VVT-i Hybrid ist mit einem Vierzylinder-Benziner, Elektromotor und einer Nickel-Metallhybrid-Batterie ausgestattet. Die Systemleistung liegt bei 122 PS. Nach dem Start rollt der C-HR Hybrid ohne Motorengeräusche los. Wer den Gasfuß ganz behutsam einsetzt, der fährt länger im elektrischen Modus. Drückt man intensiver aufs Pedal schaltet sich der Verbrennungsmotor ein. Auf der Landstraße oder der Autobahn sorgte eh nur der Benziner für Vortrieb. Den flotten Überholvorgang quittierte das Aggregat mit überdurchschnittlicher Lautstärke.

Verblüffende Stimme

Das Werk gibt den durchschnittlichen Verbrauch mit 3,8 Litern pro 100 Kilometern an. Das schafften wir nicht. Laut Bordcomputer benötigten wir 5,3 Liter. Und bei der schnellen Fahrt auf der Autobahn verbrauchte das SUV gar sieben Liter. Sehr übersichtlich präsentiert das große Display Funktionen wie beispielsweise das Navi. Die Stimme indessen verblüffte uns zuweilen. Oftmals näherten wir uns einem Stau, den es aber nie gab. Der Toyota C-HR 1,8 l Hybrid Style Selection CVT kostet 30 940 Euro. Der Basispreis liegt bei 21 990 Euro.

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